Unser Sommerprojekt

Jedes Jahr nehmen wir uns für unseren Sommerurlaub ein Projekt vor. Entweder ein Großes für zwei Wochen, oder ein eher Kleines, wenn wir nur eine Woche haben.

Diese Jahr hatten wir im August „nur“ eine Woche. Daher wurde es ein „Kleines“ Projekt. Klein im Sinne von Zeitaufwand, nicht im Sinne von Größe. Definitiv nicht.

Im Juni 2014 haben wir unsere Terrasse gebaut. Vorher war da nix. Nur ein bisschen Unkraut und die Reste des Gemüsebeetes der Vorbesitzerin. Die Entstehung zeige ich Euch bei Interesse gerne ein anderes Mal.
So, nun hatten wir also diese tolle Terrasse. Und was ist passiert? Nix! Dat Dingen hat Ost-Süd-West-Ausrichtung! Den ganzen Tag pralle Sonne! Kein einziger Schattenspender weit und breit! Das ist im Sommer schlicht nicht aushaltbar. Auch ein Sonnenschirm – sei er noch so groß – schafft da keine Abhilfe.

„Was nun?“ sprach nicht Zeus, sondern der Monschder und guter Rat war zwar nicht teuer, aber eben nicht vorhanden. Im August 2016 fanden wir unerwartet dann die Lösung: Wir waren im Kurzurlaub im Bayerischen und saßen im hoteleigenen Restaurant. Draußen. Unter einer, mit Blauregen herrlich bewachsenen Pergola! Und es war schattig und luftig und einfach ganz wunderbar. Und da ich eine Whisteria sowieso schon lange auf meiner heimlichen „Will-haben-Liste“ stehen hatte, stand für mich fest: sowas will ich auch.

Aber was ich will und was der Monschder will, ist nicht immer ein und dasselbe. Also versuchte ich es mit gespielter Belanglosigkeit: „Also – hier sitzt man echt ganz gut. Und es kühlt auch abends nicht so schnell aus. Ich glaub heute kann ich mal ohne Jacke.“ Aber die Mühe hätte ich mir gar nicht machen brauchen, denn der Monschder hatte da bereits begonnen, die vorhandene Konstruktion auf unseren Garten zu adaptieren. Manchmal muss man eben Glück haben.

Und so war unser diesjähriges Sommerprojekt der Bau einer eigenen Pergola. Statische Berechnungen wegen Schneelast, Whisteria-Bewuchs etc. kann man wunderbar im Netz machen. Dort gibt es einige guten Seiten. Das Holz hatten wir dann bei einer benachbarten Sägemühle geordert: gleich auf Maß geschnitten und geliefert. Wir haben das Holz vorbehandelt und gestrichen. Den Boden auf 80cm tief ausgehoben, Betonsockel gegossen, gesägt, gebohrt und geschraubt und voilá: das hier ist das Ergebnis.

Kann sich doch sehen lassen, oder? Jetzt fehlt noch ein bisschen Deko, eine schöne Hängematte und (leider) die Whisteria. Aber die kommt. Und der nächste Sommer auch. Ich freu mich!

P.S. Der Monschder hat versprochen, dass er sich zwecks technischer Umsetzung hier an dieser Stelle auch noch zu Wort melden wird. Bleibt also dran.

Viele Grüße,
Kerstin

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