Der (Nutz-)Garten Teil 2

In der letzte Woche hat es NUR geregnet. Aber heute hat immer mal wieder die Sonne durch die Wolken geblinzelt und so bin ich um die Mittagszeit kurz raus gehuscht um ein paar Bilder von unserem Kräutergarten zu machen.

Leider habe ich hier keine Vorher-Bilder. Aber es ist schnell erklärt. Diese Stelle hier war ein steiler Hang. Ein Schmetterlingsflieder, zwei kleine Koniferen und ein halb verrotteter Stamm eines Nadelbaumes. Und Unkrautvlies und 10-15cm flächig verteilter Lavakies. Sonst nix.

Im April 15 haben wir dann beschlossen, die Fläche für uns nutzbar zu machen. Wir haben die Bäume entfernt (was eine Plackerei! Ich sag nur: Pfahlwurzeln….) und den Lavakies zur Seite geräumt (der ganze Garten war voll mit weißen Säcken). Dann haben wir etwa in der Hälfte der Fläche einen Graben ausgehoben (unser Boden nennt sich Knollenmergel und besteht aus Sandsteinen (groooooßen Sandsteine) und Ton (der große Bruder von Lehm)). Was das für eine Schufterei war muss ich nicht erwähnen, oder?

Egal, weiter. Wir haben eine Mauer hoch gezogen. Die obere Hälfte zur Straße hin haben wir mit KFT und Kies aufgeschüttet und gepflastert. Und im unteren Bereich (und jetzt komme ich ENDLICH zum Thema) haben wir einen Nutzgartenbereich angelegt. Zuerst einmal sind zwei große Wassertanks eingezogen. 2 x 1000L. Das reicht um den einen oder anderen heißen Sommertag zu überbrücken.

Darunter hat unser Kräutergarten seinen Platz gefunden. Der Salbei der hier das halbe Beet einnimmt hatte bis dato in meinem Balkonkasten gewohnt. Nach dem Einsetzen ist er regelrecht explodiert! Wer bitte braucht so viel Salbei? Aber schön ist er. Und riecht gut. Und wenn er blüht freuen sich Bienen und Hummeln. Daneben stehen Rosmarin und drei Sorten Thymian. Den panaschierten finde ich besonders lecker.
Der Oregano ist fast schon eine Pest. Der muss alle zwei Monate zusammengeschnitten werden, sonst überwuchert er einfach alles. Der Lorbeer ist ein Opfer des Aprilfrostes geworden und es hat lange gebraucht bis er sich wieder berappelt hatte. Mal gucken was aus dem noch wird. Und zum Schluß noch ein Lavendel. Der Vollständigkeit halber. Außerdem kann man mit ihm prima Gebäck verfeinern.

Thymian2
Lorbeer
Rosmarin

Der Farn hat sich hier selbst angesiedelt. Dass er als Schattenpflanze hier in der Vollsonne eigentlich falsch ist, ignoriert er einfach. Tja – der Pflanzen Wille….

Das unterste Beet wird abwechselnd mit Salat, Borretsch, Kohlrabi oder Sonstigem bepflanzt. Worauf wir eben gerade Lust haben. Aktuell waren wir nicht schnell genug mit Salat essen und jetzt ist er leider geschossen. Die schöne Natursteinmauer die Ihr seht ist übrigens ausschließlich aus Steinen die wir aus diesem Hang „rausoperiert“ haben.

Im nächsten Jahr wollen wir die Wasserversorgung optimieren. Im Moment hantieren wir mit einer Pumpe und stecken ständig die Schläuche um. Aber das Projekt steht erst mal hinten an. Das nächste hingegen steht schon in den Startlöchern und heißt: Frühjahrsblüher! Dazu bald mehr.

Es grüßt,
Euer Krümel

 

2 Antworten auf „Der (Nutz-)Garten Teil 2“

  1. Mit den Kräutern hat Krümel alles richtig gemacht; denn sie gedeihen außerordentlich gut. Der Rosmarin ist ja ein regelrechter Himmelsstürmer. Salbei wird auch oft als Staude im Ziergarten eingesetzt, was mir sehr gefällt. Da entfällt das Gießen an heißen Sommertagen.
    LG Edith

    1. Um ehrlich zu sein: hier mach ich gar nichts 😂. Die Kräuter wurden eingebuddelt und dann sich selbst überlassen. Funktioniert ausnahmsweise außerordentlich gut. Schade dass man das nicht auch von den anderen Beeten behaupten kann.
      Liebe Grüße, Krümel.

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