Lass mich…

… schlafen!
Und schlafen.
Und weiter schlafen.
Es ist furchtbar!

Zwar haben wir – zumindest laut Kalender – noch tiefsten Winter, aber tatsächlich denken Natur und Körper bei 12°C eher an Frühling. Das führt im einen Fall zu morgendlichem Amselgezwitscher und im anderen zu Augenringen und Dauergähnen.

Im Ernst: ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich könnte momentan für drei schlafen. Morgens komme ich kaum aus dem Bett, nach dem Büro lasse ich mich apathisch auf das Sofa fallen. Doch warum?

Phänomen Frühjahrmüdigkeit

Wikipedia sagt dazu: Unter der Frühjahrsmüdigkeit versteht man eine verringerte Leistungsbereitschaft und Mattigkeit, die viele Menschen im Frühling erleben. Es handelt sich hierbei um keine Krankheit, sondern um eine durch den Jahreszeitenwechsel hervorgerufene Erscheinung.

Der Grund ist einfach: Wenn die Kälte des Winters den wärmeren Temperaturen weicht, muss sich der Körper langsam daran gewöhnen und reagiert mit einer typischen Reaktion: Die Blutgefäße stellen sich weit, der Blutdruck sackt ab. Und das macht uns müde.

Außerdem ist nach den langen Wintermonaten der Melatoninspiegel (das sog. Schlafhormon) im Blut besonders hoch. Denn: Im Winter läuft der Körper evolutionsbedingt in einer Art Sparmodus. Früher gab es dann weniger Nahrung und wegen der Kälte musste man sich ruhiger halten, um Kräfte zu sparen.

Es dauert etwa einen Monat, bis sich der Körper an die neuen Temperaturen gewöhnt hat. Das liegt vor allem an den hormonellen Umstellungen. Das „mehr“ an Tageslicht aktiviert die Produktion des stimmungsaufhellenden Serotonins, während gleichzeitig eben das Melatonin noch mächtig aktiv ist. Und die Wechselwirkung dieser beiden Hormone macht den Körper müde.

Und in der Zwischenzeit? Hänge ich jetzt einen Monat lang in den Seilen? Nein! Denn man kann aktiv etwas gegen die Frühjahrsmüdigkeit machen um die Symptome abzumildern. Faustregel: Was dem Körper im Winter gefehlt hat, jetzt nachholen. Sonne, Luft, Bewegung und frische Kost.

– Früh aufstehen, soviel Tageslicht wie möglich tanken und früh ins Bett.
– Auch wenn’s hart ist: Kalt-warme Wechselduschen am Morgen regen den Kreislauf an.
– Weg mit Fast Food und Schokoriegel und her mit frischer, vitaminreicher Kost.
– Und: Viel bewegen! Also öfters mal im Garten nach dem Rechten schauen. Spaziergänge durch die Gärtnereien oder im nächsten Park gucken was schon blüht.

Wäre doch gelacht, wenn wir Herrn Schlaf auf diese Weise nicht ein Schnippchen schlagen könnten.

Ich wünsch Euch einen tollen Tag. Ich geh jetzt erst mal einkaufen – mit dem Rad.

Liebe Grüße,
Euer Krümel

5 Antworten auf „Lass mich…“

  1. Mir geht es leider trotz ausreichend Bewegung so, dass ich kaum die Augen aufhalten kann. Wenn ich könnte, würde ich eine Schlafkur machen, so müde bin ich. Ich hoffe, dass dieser Zustand bald ausgestanden ist. Liebe Grüße. Gäääähn…

  2. Mir geht es ganz ähnlich, auch tagsüber habe ich zeitweise das Gefühl, gar nicht richtig wach zu sein. Die Zusammenhänge kannte ich bisher nicht. Danke für die Erklärung.
    Bewegung habe ich zwar genug, ich treibe regelmäßig Sport, aber an Sonne mangelt es, die lässt sich hier schon lange nicht mehr blicken und wenn dann nur für ein paar Minuten. Und zur Sonnenbank will ich nicht.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  3. Hilfe, mit dem Rad. Ich würde erfriren. Außerdem käme ich den Berg nicht hoch! 😉
    Eigentlich leide ich nicht an Frühjahrsmüdigkeit, weil ich immer um Action bemüht bin. Früh ins Bett gehe ich immer, vielleicht liegt es ja daran. Draußen sehe ich immer nach dem Rechten – nach dem Linken auch, man soll ja keine Stelle unbeobachtet lassen! 😉

    Sigrun

  4. Hallo Krümel,
    mit dem Fahrrad bin ich auch in der kalten Jahreszeit unterwegs, nur wenn es friert, schneit und glatt ist, lasse ich es zu Hause und mache es mir hinter dem Ofen gemütlich ;-))) Ab und an holt einen doch die Frühjahrsmüdigkeit ein und ich gehe dann in unseren Garten, setze mich auf die Gartenbank, hole tief Luft, genieße -auch wenn der Garten noch nach nichts aussieht- und freue mich, wenn die Sonne dazu scheint. GsD werden die Tage schon länger und die Hoffnung auf den Frühling gibt Zuversicht.
    Danke für Deinen Besuch im Drosselgarten und netten Kommentar zum Stiefmütterchen-Post, ich freue mich sehr darüber ;-)))
    wünsche Euch einen wundervollen Abend und schicke liebe Grüße mit.
    Traudi.♥

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