Mein Garten(tage)buch

Kennt Ihr das? Man braucht dringend eine Information. Man hat da mal was gelesen, ist sich aber nicht mehr sicher. Und in irgendeinem Heft, Buch oder Ordner steht das was man sucht. Nur: Wo?

Also geht das Geblätter los. Hier nicht, da nicht. ‚Ach, das hatte ich ja vergessen. Interessant, aber das suche ich gerade auch nicht‘. Und so wird der Stapel an beiseitegelegtem Papier immer größer und am Schluss guckt man doch im Netz weil man es nicht gefunden hat.

Zudem hab ich noch das Problem, dass ich ja einen klitzekleinen Garten habe. Ganz viel von dem was in den ganzen Ratgebern steht ist nicht passend für mich. Dafür gehen die Wenigen für mich wichtigen Themen schnell mal unter.

Am Anfang stand die Zettelwirtschaft. Ein Ausdruck hier, ein rausgerissener Artikel da. Und schon war das Chaos perfekt. Keine Lösung für einen Möchtegern-Perfektionisten wie mich. Eine (clevere) Alternative musste her.

Und ich habe sie (für mich) gefunden. Einen schönen DIN A5 Ringordner organisiert und den Monschder akquiriert. „Duhuuuuuu? Schahaaaaatz?? Ich brauch da mal….!“ Und der Monschder hat mir ein wunderschönes Monatsregister und eine Einlage entworfen: Eine Wochenübersicht, eine To-Do-Liste, einen Pflanzplan und einen Blanko-Einlieger für eigene Notizen.

Motiviert bin ich also in das letzte Gartenjahr gestartet …. Und hab das Ding keine drei Mal in der Hand gehabt. Die Idee war gut, die Umsetzung nicht. Das lag aber mitnichten am armen Monschder, sondern einfach daran, dass meine Vorstellungen nicht mit meinen Bedürfnissen übereinstimmt haben.

Also habe ich mir nochmal Gedanken gemacht was ich denn über’s Jahr brauche. Und ich denke, jetzt passt’s. Zuerst mal habe ich eine Monatsübersicht: Was muss ich diesen Monat im Garten machen. Als absoluter Beginner für mich eine MUSS-Information. Und wenn ich nicht genau weiß WIE ich die eine oder andere Arbeit auszuführen habe: kein Problem, gibt es jetzt doch die Good-to-know-Seite.

Außerdem habe ich mir noch einen Blogkalender angelegt. So sehe ich mit einem Blick wann ich welches Thema gepostet habe.

Und hinten im Ordner gibt es dann noch allgemeine Infos: Schöne Ideen für Balkon-Kästen, Pflegeanleitungen etc.

Ich denke, jetzt bin ich für mich gerüstet. Und tatsächlich habe ich mein Garten(tage)buch Stand heute schon öfters in der Hand gehabt als das gesamte letzte Jahr.

Als nächstes sind meine Pflanzetiketten dran. Da bin ich noch am hirnen wie ich das inhaltlich clever und optisch schön aufbewahre.

Wie organisiert Ihr Eure Informationsflut?

Fragt,
Euer Krümel

3 Antworten auf „Mein Garten(tage)buch“

  1. Hmmm… Erst dachte ich: „Oh toll, Blogkalender…!“, aber ich kann ja auf meinem Blog selber sehen, wann ich was gepostet habe. Ich bin eher so der Ideensammler. Es gibt ein Heft zu „Einrichtung“, eines zu „Garten“ und zu „Rezepte“. Da klebe ich alles rein, was ich bemerkenswert und gut finde, was sich für uns bewährt hat. Und das blättere ich in Abständen mal durch. Dann gibt es auf dem Rechner eine Linkleiste, in der sich ein Ordner befindet mit „So wird’s gemacht!“ – darin speichere ich ab, was Bloggerinnen auf ihren Blogs an Anleitungen veröffentlichen, die für mich von Interesse sind. Früher habe ich viel Geld in diverse Zeitschriften investiert. Das ist für mich weitestgehend überflüssig geworden. Liebe Grüße zu Dir.

  2. Hallo Krümel,
    zu Beginn meiner Gartenzeit 😉 habe ich mir so wie du zahlreiche Gartenzeitschriften gekauft. Dann wuchs der Stapel und die lesenswerten Artikel wanderten in einen Ordner. Den Ordner brauche ich kaum noch, ich informiere mich viel im Netz oder bei Gleichgesinnten. Bei solch einem schönen Tagebuch wäre ich auch nicht diszipliniert genug …. nur die Pflanzenetiketten trage ich seit Beginn in eine Exceltabelle ein und bin froh, dass ich sie größtenteils auf dem Laufenden habe. 😉
    Lieben Gruß, Marita

  3. Organisieren? Man sagte mir immer ein fotografisches Gedächtnis nach. Damit bin ich ganz ohne Notizen und Zettel gut durchs Leben gekommen. Einzig und allein fürs Düngen der einzelnen Pflanzen bräuchte ich neuerdings mal einen Kalender, einen Plan oder sonstwas. Heutzutage gibt es ja fast für jede Pflanze einen speziellen (lebensnotwendigen) Dünger. Früher streute man Blaukorn oder Rhododendrondünger, alle paar Jahre mal Kalk, wo der Boden nicht sauer werden sollte, und natürlich Kompost.
    Nichts ist mehr wie früher, auch nicht das Kurzzeitgedächtnis…
    Liebe Grüße
    Edith

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