Ein bisschen Sonne …

… reicht schon aus und eine wundersame Verwandlung geht im Monschder und mir vor: die Metamorphose vom Couch-Potato zur Gartenstelze.

Also stelzten wir vergangenen Sonntag durch das viel zu hohe Gras im Krümelgarten (vorsichtig und immer auf der Suche nach Hinterlassenschaften der Nachbarskatze) und erfreuten uns an dem herrlichen Sonnenschein und den milden +7 Grad.

Definitiv zu hoch

Aber (und ich bin mir sicher ihr kennt das alle): lange hielt der Frühlings-Sonnenschein-Genuss-Modus nicht an: Die Beete sind noch nicht abgeräumt, das Unkraut feiert wilde Partys und das Insektenhotel ist auch noch nicht bezugsfertig. Ein tiefer Seufzer, die Ärmel hochgekrempelt (in der Sonne war es wirklich warm) und los.

Als erstes habe ich meine neue Staudensichel ausprobiert. Die hatte ich mir bereits letzten Herbst gekauft und bisher musste sie geduldig auf ihren großen Auftritt warten.

Der Stiel der Sichel ist angenehm lang. Trotzdem ist sie schön leicht. Das Blatt ist eng gezahnt, da sollte man nicht dran hängen bleiben. Ich wollte ein paar Mal probieren wie man das Blatt am geschicktesten durch den Gräserhorst zieht bevor ich Bilder mache, aber ich konnte nicht so schnell gucken wie der Monschder neben mir stand und mit leuchtenden Augen das neue „Spielzeug“ begutachtete. Keine fünf Minuten später waren alle (!) Gräser der Sichel zum Opfer gefallen. Und ich guckte in die Röhre. Naja, wenigstens war ich schnell genug, ein paar Bilder zu machen.

Dann habe ich noch das Bauerngartenbeet und das Hügelbeet abgenommen. Ich befürchte im Hügelbeet steht schon gleich die erste größere Veränderung an: vermutlich muss der Gartenwermut raus (Artemisia absinthium ‚Lambrook mist‘). Ich vertrage den Geruch nicht! Jedes Mal wenn ich daran herum schnibble, hab ich’s hinterher mit dem Magen. Mir wird richtiggehend übel von dem Geruch. Mal gucken wie lange ich das noch mitmache(n möchte).

Als letztes haben wir dann noch Bambus für das Insektenhotel geschnitten. Unser Nachbar hat einen kleinen Teich im Garten und hat Schilf und Bambus angepflanzt. Und weil er diese Mengen nicht selbst aufbrauchen kann war er froh, dass er das Zeug an uns loswerden konnte.

Wir haben den Bambus mit der Decoupiersäge geschnitten. Die ist für so Feinarbeiten ja bestens geeignet und durch den sehr sauberen Schnitt wird der Bambus nicht gequetscht und wir müssen auch nicht mit dem Schmirgelpapier nacharbeiten.

Sobald die Sonne weg war, wurde es schnell empfindlich kühl. Und so ließ die Rückverwandlung zum Couch-Potatoe nicht lange auf sich warten. Aber das Sofa hatten wir uns an dem Abend auch wirklich verdient.

Ach – den wichtigsten Punkt des Tages habe ich vergessen zu erwähnen: wir haben offiziell die Kaffee-Saison auf der Terrasse eingeläutet .

Wünsche Euch einen tollen Tag.

Liebe Grüße
Krümel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.