Tierisch – die ersten zwei Wochen

*Spoiler*: wer Angst vor Mäusen hat sollte jetzt ganz tapfer sein oder einfach nicht hingucken.

Der letzte Feierabend vor dem Wochenende. Ich will in mein Auto steigen. Da liegt doch eine tote Mini-Maus direkt neben meinem Reifen. „Armes kleines Ding“ denke ich und sperr das Auto auf. Aber: „Da kann ich’s nicht liegen lassen, da fährt man ja drüber“. Also schnappe ich mir ein Tempo und heb das winzige Etwas auf. Und plötzlich bewegt es sich. „Ach du sch****. Es lebt noch. Was tue ich jetzt?“ Was hätte andere getan? Eine halb erfrorene Baby-Maus zurück ins Gebüsch geschmissen und der Natur Ihren Lauf gelassen. Nein! Nicht so der Krümel. Die taube Nuss (liebevoll gemeintes, schwäbisches Schimpfwort für jemand an dessen Geisteszustand gezweifelt werden darf) setzt sich ins Auto und haucht die Maus warm. Und die dankt es mit erwachenden Lebensgeistern. Jetzt kann ich sie natürlich erst nicht zum Sterben liegen lassen.

Zuhause erstmal recherchiert: was trinkt so ein Mausebaby? Das Netzt sagt: Sahne und Fencheltee 1:1 gemischt. Gut, beides im Haus, wird probiert. Und siehe da – das Mäusle hat Hunger und nach kleinen Anfangsschwierigkeiten mampft das Kleine 5-6 dicke Tropfen. Danach – bitte nicht vergessen – das Bäuchlein massieren um die Verdauung anzukurbeln (und um das völlig eingesaute Mausebaby wieder sauber zu kriegen.) Als Zuhause muss ein Wellensittich-Transportkäfig herhalten. Mit Küchenkrepp und Heu (von den Pflanzenlieferungen übrig) gepolstert und auf eine Wärmflasche gestellt.

Und dann? Alle vier Stunden füttern. Ja! Auch nachts! (Meine Augenringe hängen bis zu den Knien, aber jetzt hab ich schon damit angefangen….)

Zwei Tage später lebt das Kleine immer noch. Also beschließe ich am dritten Tag, in der Tierhandlung Katzenaufzuchtmilch zu besorgen. Wahnsinn was so eine kleine Maus alles wegmampfen kann. Unglaubliche 8 Milliliter passen pro Mahlzeit in so einen Minimausebauch! Und es wird auch immer agiler. Im Netzt heißt es, wenn sie die Augen aufmachen sind sie aus dem Gröbsten raus. Soweit sind wir noch nicht, aber es kann nicht mehr lange dauern. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Was hättet Ihr an meiner Stelle getan?

Fragen sich,
Euer Krümel und Maus

3 Antworten auf „Tierisch – die ersten zwei Wochen“

  1. Wir hätten hier bestimmt das Selbe getan und die Maus aber sobald sie fit ist, woanders hingeschafft. Bei unseren Mäusemördern hat so eine kleine Maus keine Chance. Bin gespannt, wie es weiter geht. Liebe Grüße

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