Das Ende einer Beziehung oder: Herr Maus und die Wochen 5 und 6

Mauselito war ein kleiner Mäuserich. Herr Maus ist jetzt eine stattliche Waldmaus. Das Netz sagt, die Haltung von Wildtieren ist gesetzeswidrig. Herr Maus muss / soll also wieder ins Freie. Nichts anderes hatte ich vor. Mir reicht mein Federvieh, das macht genug Arbeit. Herr Maus soll ein schönes Leben auf den Feldern bekommen. Aber dazu muss er ausgewachsen sein und ich möchte sicher gehen, dass es keinen Frost mehr gibt. Also, ein bisschen muss er noch hier aushalten.

Meine Stimme kennt er. Wenn ich ihn locke kommt er hervor, klettert im Käfig – und sobald ich meinen Arm in den Käfig stecke – auch an mir hoch und auf mir herum. Ist so ein zahmes Mäuschen in der „Wildniss“ lebensfähig? Ein paar Experimente gemacht: ein lautes Geräusch – schwupp, weg ist er. Ein großer Schatten – nichts mehr zu sehen von Herrn Maus. Ich glaube, er wird sich hervorragend machen – da draußen.

Dann ist es soweit. Der große Tag. Wehmütig ein paar letzte Bilder gemacht. Irgendwie ist einem der Kleine doch ans Herz gewachsen. Dann mit Mann und Maus (und Kokosnuss und einer Handvoll Futter) ab in den Wald hinterm Haus. Kokosnuss unter einem Laubhaufen vergraben und Futter drum herum verstreut.

Tschüss Herr Maus. Mach es gut. Denk mal an mich und hab ein tolles Mauseleben!

Liebe Grüße,
Euer Krümel

Eine Antwort auf „Das Ende einer Beziehung oder: Herr Maus und die Wochen 5 und 6“

  1. Das glaub ich, dass Dir das kleine Mäuslein ans Herz gewachsen ist. Er wird sich sicher in der freien Wildbahn bald wieder zurechtfinden und vielleicht findet er ja bald eine Mause-Frau!
    Viele Grüße von
    Margit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.