Durst

„Wasser!“ Scheint mir jeder Flecken meines Gartens entgegen zu rufen sobald ich aus dem Haus trete. Während anderswo Keller vollgelaufen und Hagel Ernten zerstört, brennt bei uns der goldene Planet mit einer beängstigenden Intensität vom sommerlichen Himmel.

Versteht mich nicht falsch – ich LIEBE den Sommer! Ich bin ein bekennendes Sonnenkind! Wo andere wegen der Hitze stöhnen, fange ich gerade erst an, mein Jäckchen auszuziehen. Und auch alle die schon Sommerferien haben und in Deutschland bleiben sind froh um jeden Sonnentag!
(Genau! Es folg ein ‚Aber‘) ABER: ES IST VIEL ZU TROCKEN!

Den letzten ausgiebigen Regen … naja…. was heiß ausgiebig … also, den letzten Regen den man auch Regen nennen kann, hatten wir Mitte Mai. Zwar ist seitdem die eine oder andere „undichte“ Wolke an uns vorbei gesegelt und hat sich mehr oder weniger über uns „erleichtert“, aber das war einfach viel zu wenig. Teilweise so wenig, dass wir noch am selben Abend wieder zum Gießen raus mussten.

Erwartungsgemäß sieht unser Garten gerade so aus:

Der Rasen ist braun und verdorrt

der Buchs ist verbrannt

Der Mehltau fühlt sich Pudelwohl

Rose ‚Winchester Cathedral‘. Arg gebeutelt

In den Beeten hilft auch gießen nichts mehr

Knäuel-Glockenblume ‚Acaulis‘
Das war mal ein Rittersporn

Gerne würde ich die Beete mulchen, aber bei der Hitze wächst ja das Gras nicht. Kein Grasschnitt, kein Mulch….

Aber auch die eher schattigen Bereiche bieten keinen Schutz mehr.

Harlekinweide

Und besonders Sorge machen uns (eigentlich in jedem Jahr, aber dieses Jahr ganz besonders) die Trockenrisse im Boden. Mittlerweile kann ich meine Finger drin versenken.

„Kleiner“ Riss
Großer Riss

Die Tomaten sind dieses Jahr auch arg in Mitleidenschaft gezogen: Löffelblättrigkeit und Blütenendfäule sind unter anderem Anzeichen für anhaltende Trockenheit. Kaliummangel schließe ich hier aus: es sind „nur“ zwei von vier Sorten so betroffen. Die sind dafür Totalausfälle …

Jeden Tag gucken wir auf das Wetter-Radar und freuen uns wie die Schneekönige wenn es heißt: Gewitter und Regen! Und sind jeden Tag wieder enttäuscht, denn: Gewitter ja, Regen nein. Und so heißt es erneut „Hahn auf, Wasser marsch“, damit wenigstens ein bisschen was überlebt.

Lieber Petrus, ich wünsche mir: die kommenden drei Wochen jede Nacht fünf Stunden schönen Landregen und tagsüber angenehme 26°C mit einem leichten Lüftchen. Vielen Dank.

Was meint Ihr, könntet Ihr mit meinem frommen Wunsch leben?

Liebe Grüße,
Krümel

2 Antworten auf „Durst“

  1. Bei uns war es zwar nicht durchgehend so heiß, aber dennoch mehr als ausreichend. Jenes meiner Gewächshäuser, welches von in der Früh weg Sonne hat, wird heuer wohl zum Grab für die Tomaten. Egal wie viel wir hier gießen, zusätzlich zum Bewässerungssystem, die Pflanzen schauen elendig aus und viele Früchte waren bereits unreif zu entsorgen. Es ist irgendwie total schade.

    Der Mehltau hat meine Gurken ruiniert…

    LG Kathrin

  2. Das sieht ja wirklich schlimm aus! Hier ist es auch sehr trocken! Zum Glück gab es heute einen kleinen, aber heftigen Gewitterschauer! Immerhin! Bei den Clematis tippe ich fast auf die Clematis-Welke! Die rafft auch bei mir regelmäßig meine Pflanzen dahin. Mein Buchs im Topf ist vom Zünsler befallen. Ich versuche ihn gerade mit Algenkalk zu kurieren. Und nebenbei warte ich auch auf schönen Landregen.
    Viele Grüße von
    Margit

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