KrümelMonschder goes – Berlin

Wir waren Urlaubsreif, hatten aber nur eine Woche in den Sommerferien. Malle? Nö –  zu voll. Kanaren? Nö – zu teuer. Wir machten auf Kultur und besuchten für einige Tag unsere Hauptstadt.

Auf dem Programm standen die üblichen Verdächtigen: Brandenburger Tor, Reichstagsgebäude, Alex. Aber auch „Exoten“ wie die Museumsinsel und das Schloss Sanssouci in Potsdam standen auf der „To-Do-Liste“. Zum Glück hatten wir eine Woche erwischt die nicht ganz so furchtbar heiß war. Das wäre schlicht unerträglich gewesen. So kamen wir bei 26 – 28°C noch genug ins Schwitzen.

Samstagmorgen ging’s los. Das „Taxi“ stand Viertel vor Fünf vor der Tür. (An dieser Stelle nochmal ein liebes „Dankeschön“ an den Schwager der sein Bett so früh für uns verlassen hat.) Der Flieger war ebenfalls pünktlich und nachdem wir unsere vorreservierte ‚Welcome-Card‘ abgeholt hatten, waren wir bereits um 8:30 Uhr morgens im Hotel. Glücklicherweise durften wir unser Gepäck schon abgeben und sind dann erst mal schön frühstücken gegangen.

Markiert den Übergang von West- zu Ostberlin

Nachdem wir uns gestärkt hatten ging’s gleich richtig los: am Ku’Damm entlang und mit der U zum Checkpoint Charlie. Da meine Großeltern beide Ost-Berlin-Flüchtlinge waren, muss ich gestehen, hat mich dieser Ort doch ein wenig „gepackt“.

Nachbildung des „echten“ CheckPoint Charlie

Neben dem ganzen Touri-Nap mit Hütchenspielern und Horden von Asiaten die Bilder mit falschen GIs machen, gab es eine interessante Ausstellung zur Geschichte des CheckPoint Charlie. Von der Teilung bis zum Mauerbau. Das war (für mich) ergreifend und wir haben dort eine ziemliche Zeit verweilt.

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Irgendwann ging’s dann weiter zum Alexanderplatz. Einmal drum herum, die große Mall (Alexa) unsicher gemacht und einen Blick auf den Fernsehturm geworfen.

Fernsehturm

Weiter mit der U zum Gendarmen Markt und nach einem kurzen (aber kulinarisch wertvollen) Zwischenstopp im Schokoladenhaus Rauscher den deutschen Dom erklommen. Dieser bietet im Moment eine interessante Ausstellung zur Geschichte des deutschen Parlamentes.

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Auf dem Rückweg zum Hotel noch im KaDeWe gestoppt und schnurstracks in die 6. Etage hoch. Da gibt es feine Sachen, das kann ich Euch aber sagen! Mittlerweile war es später Nachmittag und die Füße haben ordentlich wehgetan. Also sind wir ins Hotel, haben das Zimmer bezogen und sind binnen Minuten in einen tiefen Nachmittagsschlaf gefallen. Zum Abendessen haben wir noch einen hervorragenden Thai gefunden und sind danach sofort wieder zurück ins Bett.

Man kann ja über Berlin sagen was man will, aber was das öffentliche Netz angeht macht denen wirklich niemand was vor! Am Sonntag ging’s raus nach Potsdam und davon abgesehen dass man da sowohl mit der S-Bahn als auch mit der Regionalbahn binnen 30 Minuten „draußen“ ist, ist Potsdam sogar noch im Verkehrsverbund (Zone C) enthalten und wir konnten unsere Fahrkarten nutzen ohne etwas aufzahlen zu müssen. Genial!

Zuerst sind wir mit dem Bus raus nach Sanssouci. An der Kasse werden feste Eintrittszeiten gebucht und wir mussten leider etwas über zwei Stunden warten. Also haben wir gleich eine Kombikarte gekauft und sind durch den Park gezogen.

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Als erstes sind wir im Orangerie-Palais gelandet. Der Audio-Guide war in Preis inklusive also rein in die Filzpantoffeln und einmal quer durch. Außerdem noch den Turm hoch und die herrliche Aussicht genossen.

Im Hof des Orangerie-Palais
Ich muss die Gestaltung meines Vorgartens überdenken 😉
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Hadern hilft nicht – weiter ging’s zum neuen Palais. Zu Fuß ca. 20 Minuten. Die Schlösser werden alle peu à peu restauriert, aber das dauert und verschlingt Unsummen.

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Auch hier mussten wir uns „Eintrittszeiten“ buchen bevor wir rein durften. Ging aber direkt und hat sich auch gelohnt. (Fotos aus den Schlössern haben wir keine: in einem Anflug von schwäbischer Genügsamkeit (manche nennen es Geiz) haben wir uns das Geld für die Foto-Erlaubnis gespart.) Der Audio-Guide war aber wieder inklusive und so kann man auch viel mitnehmen und interessante Fakten erfahren. Wieder „draußen“ mussten wir dann die Beine doch in die Hand nehmen um nicht unsere Einlasszeit im Hauptschloss zu verpassen. Leider liegt Sanssouci exakt am anderen Ende und wir mussten wirklich im Stechschritt durch den Park hasten. Einen Stopp am Chinesischen Haus,

Chinesisches Haus

ein Foto und weiter. Und da lag es: Sanssouci. Das Rokoko-Schloss und Sommerresidenz des preußischen Königs Friedrich II. Übrigens seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe. Ein toller Anblick! Weniger toll: In größter Mittagshitze und müden Füßen die Terrassen hoch…..

Eins muss man Königs ja lassen – die haben es sich schon immer hübsch gemacht. (Wobei heutige Lifestyle- und Interiorexperten die Krise kriegen würden – so ein Eichenschrank ist eben nicht mal schnell zu Dekorationszwecken in eine andere Ecke gerückt ).

Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch zu Fuß durch das Holländische Viertel gebummelt. Wunderschön und ein super-leckeres Eis haben wir auch noch ergattert. Überhaupt hat uns Potsdam wirklich gut gefallen: ordentlich, adrett, sauber, großzügig. Da lag kein Müll rum, die Parkbänke waren sauber, keine Schmierereien an den Bushäuschen…. wir haben uns total wohl dort gefühlt. Abends haben wir uns noch zum Essen geschleppt und sind völlig k.o. ins Bett gefallen.

Hiermit „entlasse“ ich Euch für dieses Mal. Wie’s weiter geht erfahrt Ihr nächste Woche (wenn Ihr wollt )

Habt noch eine tolle Woche!
Liebe Grüße,
Krümel

6 Antworten auf „KrümelMonschder goes – Berlin“

    1. Festival of Lights? Kenn ich gar nicht. Aber in der Stadt ist ja permanent was los. Als wir da waren waren noch die Leichtathleten in der Stadt. Das war ein Gewusel … 🙂
      Liebe Grüße,
      Krümel

  1. Liebe Kruemel,
    hach Berlin, meine Liebe. Immer wieder einen Besuch wert. Bin ich nicht einmal im Jahr dort, werde ich unglücklich.
    Aber Respekt, da habt Ihr ja in zwei Tagen schon jede Menge entdeckt und bestaunt.
    Das Schokoladengeschäft Rauscher ist jedes Mal ein Muss für mich.
    Nun bin ich gespannt wie es weitergeht, vielleicht gibt es ja etwas Neues für mich…
    Ganz liebe Grüße und lieben Dank für Deinen Kommentar bei mir…
    Nicole

    1. Hallo Nicole,
      wie schön dass Du bei mir vorbei schaust und vielen Dank für Deinen lieben Kommentar.
      Da es Monschders „erstes Mal“ war, haben wir wirklich ausschließlich das Pflichtprogramm absolviert. Von daher glaube ich nicht, dass ich Dir als „altem Berlin-Hase“ noch was Neues erzählen kann. Aber ich würde mich trotzdem sehr freuen, wenn Du wieder bei mir reinguckst. 🙂
      Liebe Grüße,
      Krümel

  2. Hallo Kerstin,
    da habt ihr Euch ja ein strammes Programm verordnet! Bei einem erneuten Besuch lasst es etwas entspannter angehen. Meine Empfehlung: eine Kahnfahrt in Berlin oder auch in Potsdam. Toll ist es auch, sich ein Fahrrad zu leihen und den Mauerradweg abzuradeln.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen,
      ich will ja noch unbedingt eine Spreefahrt machen. Aber dazu hat dann unsere Zeit wirklich nicht gereicht. Ist aber nicht schlimm: So haben wir einen Grund nochmal hoch zu fahren 😉

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