KrümelMonschder goes Berlin – Teil 2

Na? Habt Ihr Lust uns weiter durch Berlin zu begleiten? Dann schwupp, an Board mit Euch. Festhalten – es geht los.

Der Montag beginnt spät. Irgendwie kommen wir nicht aus dem Bett. Macht nichts, denken wir – die Eintrittskarten haben wir ja schon online besorgt. Also in Ruhe fertig gemacht, beim Bäcker was zum Frühstücken geholt und raus zur Museumsinsel.

Museumsinsel
Gegenüber: Berliner Dom

Zuerst stand das Pergamon-Museum auf dem Plan. Es war schon morgens sehr warm und vor allem extrem dämpfig. Ein perfekter Tag für ein (halbwegs) klimatisiertes Museum. Dass wir dann trotz vorgebuchter Tickets in der „normalen“ Schlange anstehen mussten und eine dreiviertel Stunde in der prallen Sonne standen war nicht geplant und hat uns um ehrlich zu sein auch echt geärgert. Wo liegt der Sinn in vorgebuchten Tickets wenn ich mich ganz normal anstellen muss? Und dann diese unglaubliche Freundlichkeit der Museumsangestellten. Mannmannmann…. Da pocht die Schlagader – das kann ich Euch aber sagen! Naja – irgendwann waren wir dann drin und standen vor dem beeindruckenden Ischtar-Tor. Ich hatte es bereits vor über 20 Jahren als Teenie gesehen. Das Tor hatte mich damals schon nachhaltig beeindruckt und auch heute hat es (für mich) nichts von seiner Faszination verloren.

Ischtar-Tor
Torwächter eines Palastes

Wenn man bedenkt dass das Tor 600 VOR Christus gebaut wurde. Da werde ich ehrfürchtig. Die zweite Hauptattraktion ist das Markttor von Milet. Auch das ist großartig und man kommt sich klein und winzig und unscheinbar vor.

Markttor von Milet
Bodenmosaik

Der Pergamon-Altar war leider nicht zugänglich – die Ausstellungshallen werden im Moment modernisiert. Also sind wir nach ca. 2 Stunden ein Museum weiter gezogen und nebenan ins ‚Neue Museum‘. Dort ist aktuell die Ägyptische Ausstellung untergebracht. Wer also Nofretete ‚Guten Tag‘ sagen möchte ist hier genau richtig. Auch hier waren in beiden Museen die Audio-Guides im Eintrittspreis enthalten und das fand ich richtig klasse. Ich bin ja eh so ein Geschichts-Freak und habe mir wirklich ALLES angehört! Total toll!

Mittlerweile war es früher Nachmittag. Es war unerträglich warm und schwül und die Füße haben wirklich wehgetan. Aber: wenn man schon mal in der Ecke ist, dann nimmt man alles mit was man kann! Also noch rein in den Berliner Dom.

Kuppel des Berliner Doms

Der Dom war nach dem Krieg stark zerstört und wurde erst in den 80’ern wieder aufgebaut. Tatsächlich haben wir uns hoch auf die Kuppel „geschleppt“ und sind mit einem großartigen Blick über ganz Berlin belohnt worden. Allerdings war der Aufstieg nicht ohne und man muss schon gut zu Fuß sein um die engen Wendeltreppen (ca. 500 wenn ich mich recht erinnere) hoch zu kommen. Danach ging gar nichts mehr. Ab in den Bus und zurück zum Hotel. Ein schnelles Abendessen und lang machen. Knapp 20 000 Schritte sagt der Schrittzähler. Aua…..

Ausblick vom Domdach

Der Dienstag war geruhsamer: der Berliner Zoo stand auf dem Programm. Klein (kleiner als die Wilhelma), teilweise noch sehr alte Gehege, aber die neuen sind wirklich total schön.

Zoo mitten in der Stadt….
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Zum Beispiel die Vogelflug-Voliere. Die hat uns sehr gut gefallen. Auch die Affengehege sind schön und der Zoo-Berühmtheit Fato mussten wir natürlich unsere Aufwartung machen. Die alte Dame sitzt den ganzen Tag da und beobachtet die Zoobesucher und ab und zu geht sie sich auf wackeligen, altersdünnen Beinen was zu essen holen.

Gorilla-Rentnerin ‚Fato‘. Vermutlich 62 Jahre alt.
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Meine Lieblingstiere

Großer Auflauf war natürlich bei den beiden Pandas. Da war das Gedränge fast schon kriminell und wir sind recht schnell weiter. Am späten Nachmittag haben wir den Zoo verlassen und sind zum Hotel zurück. Abends dann das kulinarische Highlight der Reise: ein hervorragender Inder! Ich habe selten so gut gegessen wie da! Es hat einfach alles gestimmt: Essen, Service, Preise…. Ein toller Abend!

Generell muss ich sagen: kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten. Wir haben uns die App von Tripadvisor runter geladen und konnten über die Filter-Funktion immer gucken, was denn in der Nähe unseres aktuellen Standortes angeboten wurde und wie die Bewertungen waren. Und so sind wir nicht nur einmal in einem Restaurant gelandet, welches wir ohne Empfehlung sicherlich nicht aufgesucht hätten (entweder weil es äußerlich optisch nicht ansprechend war oder weil es – so wie der Inder – so versteckt lag, dass wir nie darüber gestolpert wären). Ich kann nur sagen: wir sind mit der App echt gut gefahren und haben dank ihr ausschließlich wirklich sehr gut gegessen.

So meine Lieben. Seid Ihr auch so erschöpft wie ich? Dann pausieren wir hier und setzen unsere Reise ein anderes Mal fort. Ich hoffe, Ihr seid wieder mit von der Partie.

Liebe Grüße,
Krümel

5 Antworten auf „KrümelMonschder goes Berlin – Teil 2“

    1. (Antike) Geschichte war auch schon zu Schulzeiten immer mein Favorit. Ich finde einfach unglaublich, was die antiken Völker ohne PC, Taschenrechner und Baumaschinen alles geleistet haben. Noch heute weiß man nicht, wie die Pyramiden tatsächlich gebaut wurden. Großartig, nicht wahr? 🙂 Du siehst – ich meld mich mit an zu dem Pensions-Studium 😉

  1. Ihr wart ja wirklich tapfer, so viel Museum auf einmal! Und dann noch der nicht eben kleine Zoo. Ich finde ebenfalls die Erdmännchen ganz bezaubernd. Die App hätte ich vor einigen Jahren gebraucht, aber da hatte ich noch kein Smartphone. Aus einen nicht mehr topaktuellen Berlinführer hatte ich uns ein vegetarisches Restaurant herausgesucht. Man musste umständlich mit U- und S-Bahn hinfahren. Und als wir an der Adresse ankamen, gab es das Restaurant nicht mehr! Mein Magen hing in den Knien und ich war sehr unleidlich 😉
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen,
      ich kann das SO gut verstehen! Ich hab ja fast immer gute Laune, aber wenn ich Hunger habe und dann nichts zu Essen bekomme….. Da werde ich ECHT unleidig! *lach*

  2. Im Pergamonmuseum war ich schon zweimal und in der antiken Stadt Pergamon einmal. Es ist wirklich total faszinierend. Danke für’s Mitnehmen.

    Nur ein kleiner Hinweis, wenn Du keine Genehmigung hast Bilder von den Ausstellungsstücken eines Museums zu veröffentlichen, würde ich es ehrlich gesagt lassen. Denn wenn es blöd kommt, könntest Du rechtliche Probleme bekommen. Auch das Innenleben von Kirchen und Häusern ist heikel.

    LG Kathrin

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