Zweierlei Galettes

Binnen zwei Tagen konnten wir 10 Kilo Tomaten ernten. Und eine Woche später nochmal 4 Kilo. Und davor bestimmt auch schon 6 oder 7 Kilo. MENGEN an Tomaten waren das! (Gut, zugegeben, wir haben auch viele Sorten Fleischtomaten. Neben der bekannten ‚Ochsenherz‘ hat es uns die ‚Big Rainbow‘ angetan: dick, wunderbar aromatisch, süß, wenig Säure und eine tolle Farbe.)

Neben den Tomaten hat es dieses Jahr auch unsere Zucchini gut mit uns gemeint und zwischenzeitlich schlummerten fünf oder sechs große gelbe Zucchini in meinem Kühlschrank.

„Was tun?“ fragten wir. „Eine Galette backen“, antwortete das www. Was eine Galette ist wusste ich bis dato nicht. Also flux nach Rezepten recherchiert. Oh – da gibt es ja feine Sachen. Und was tut Frau wenn sie sich nicht entscheiden kann? Richtig: sie backt einfach gleich mehrere.

Hier also meine zwei „Das-muss-alles-weg“ – Rezepte:

Grundteig Galette:
250 g Mehl
225 g Butter
50 ml kaltes Wasser

Butter würfeln, in einer großen Schüssel mit Mehl und Salz verkneten. Kaltes Wasser nach Bedarf einarbeiten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Die Teigmasse 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. Danach auf einer bemehlten Fläche (am besten gleich ein leicht bemehltes Backpapier nehmen) zu einem runden Fladen formen. Das geht prima mit den Händen und muss auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen.

Dann kommt die Füllung dran.

Zucchini-Galette:
1 gelbe Zucchini
150 g Frischkäse
70 g Parmesan (gerieben)
125g Bauchspeck
1/2 Bund Thymian
Pfeffer, Salz
Olivenöl
Honig
1 Eigelb (zum Bestreichen)

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Den Speck in kleine Würfel schneiden und gut auslassen. Zur Seite stellen. Zucchini in halb-cm dicke Scheiben schneiden oder hobeln. Den Frischkäse mit Honig, 50g Parmesan, der Hälfte des Thymians, Salz und Pfeffer vermengen und auf den Teigfladen streichen. Dabei bitte rundherum gut 2-3 cm Rand frei lassen. Den Frischkäsespiegel mit den Zucchini dachziegelartig belegen und den Speck darauf verteilen. Alles mit dem restlichen Parmesan und Thymian bestreuen und Olivenöl darüber träufeln.

Nun kommt der Clou: den Teigrand einfach über die Füllung klappen. Mit verquirltem Ei bestreichen und fertig. Das Backpapier auf ein Blech ziehen und für ca. 25 Minuten in den Ofen. Der feine Honig und der leicht salzige Speck zusammen mit dem Thymian und der frischen Zucchini…… Hmmmmm…….ECHT lecker!

Wenden wir uns der zweiten Galette zu. Der Teig ist derselbe.

Tomaten-Galette
2-3 (mittel) große Tomaten nach Wahl
150g Frischkäse
70g Parmesan
1 Zweig Rosmarin, gehackt
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 Eigelb (zum Bestreichen)
Crema di Balsamico

Den Frischkäse mit Parmesan, der Hälfte des Rosmarins, Salz und Pfeffer vermengen. Wieder auf den Fladen streichen. Die Tomaten in 0,5cm-dicke Scheiben schneiden oder hobeln und auf der Galette verteilen. Alles mit dem restlichen Parmesan und Rosmarin bestreuen und Olivenöl darüber träufeln.
Den Teigrand wieder umklappen, mit Ei bestreichen und im Ofen ebenfalls für ca. 25 Minuten backen. Vor dem Servieren mit Crema di Balsamico beträufeln.

Pro Galette werden ca. 2-3 Personen satt. Zusammen mit einem frischen Salat ein perfektes Abendessen für laue Sommerabende.

Lasst es Euch schmecken!
Liebe Grüße,
Krümel

5 Antworten auf „Zweierlei Galettes“

  1. Galette… nie gehört! Sieht aber wirklich lecker aus! Soooo viele Tomaten, die wollen erst mal verarbeitet werden. Bei mir geht jetzt dann eine gigantische Pfirsichernte an. Ein riesiger Ast ist aufgrund der vielen Früchte schon abgebrochen.
    Viele Grüße von
    Margit

  2. Bis gerade wusste ich auch nicht, was eine Galette ist. Aber jetzt möchte ich auch mal gern eine probieren, deine Fotos sehen nämlich sehr appetitlich aus.
    Meine einzige Fleischtomate trägt leider wieder nicht so besonders. Mehr als zwei dicke Tomaten schafft sie nie, dazu noch kleinere. Ich denke, es liegt an der Topfhaltung?
    VG
    Elke

  3. Das ist ja herrlich! Sowohl die Bilder als auch das Rezept. Mich würde ja die Tomaten-Galette sehr reizen. Mal schauen, ob wir noch etwas ernten können.

    Basilikum habe ich schon eingefroren und dann zu Pesto weiterverarbeitet. Funktioniert auch tadellos.

    LG Kathrin

  4. Mhhm, das hört sich lecker an.
    Glückwunsch zu solch reicher Ernte. Tomaten gehen aber doch einfach immer, egal ob kalt oder warm, als Suppe oder im Salat, ich mag sie einfach gerne.
    Dir einen schönen Mittag und sonnigen Gruß
    Nicole

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