Die wilde Seite des Sommers

Wenn ich momentan so in meinen Garten gucke, empfinde ich akutell den Hauch einer Ahnung davon, wie sich meine Mama jahrelang mit drei Teenagern im Haus gefühlt haben muss.

Trügerischer Schein. Nicht alles sieht so ordentlich und aufgeräumt aus….

Da gibt man sich Mühe, plant, ordnet, räumt auf, hegt und pflegt und wie dankt es das Grünzeug? Mit Wildwuchs allendhalben! Beweis eins:

Die Stockrose legt sich auf die faule Haut und blockiert den halben Rasen.

Beweis 2: Der Kürbis nimmt sich ein schlechtes Beispiel an der Stockrose und wuchert gleich den Hang und den Lavendel zu.

Beweis 3:  Totallblockade. Das hier ist eigentlich mein Weg an den Hochbeeten vorbei. Aktuell feiern hier Cosmeen und die Stockrose eine wilde Party.

Beweis 4: Auch die Tomaten haben kein Verständnis für unsere Ordnungsversuche und wachsen unbekümmert und unter völliger Ignoranz unsererseits fröhlich vor sich hin.

Aber wie überall gibt es auch in meinem Garten die Klassenstreber. Wie zum Beispiel unseren Blauregen. Letztes Jahr Anfang November gepflanzt, hat das Schätzchen binnen eines knappen Jahres gute 4 Meter gemacht.

Die Rose ‚Winchester Cathedral‘ blüht und blüht und blüht. Und jaaaa…. auch die Stockrose gibt sich alle Mühe.

Winchester-Cathedral
Stockrose

Die Dolden-Glockenblume ‚White Pouffe‘ hatte unter der Hitze sehr gelitten. Ich hatte schon Angst dass sie es nicht schafft. Aber ein bisschen Wasser von oben, ein paar Grad weniger und die Gute treibt neu aus.

Und hier noch die drei ‚“Lebensabschnitte“ unserer Astern. Während die Kissen-Aster (Aster dumosus) ‚Rosenwichtel‘ noch in den Startlöchern steht und  die Raublatt-Aster (Aster novae-angliae) mitten bei ist, ist die Arkansas-Scheinaster (Vernonia crinita) mit der Blüte schon durch.

Kissenaster ‚Rosenwichtel‘
Raublattaster ‚Violetta‘
Scheinaster

Aber wie in einer guten „Familie“ so üblich, werden wir für unsere Mühen doch durchaus reich beschenkt:

Reiche Ernte

Wie erlebt Ihr diesen herrlichen Spätsommer?

Liebe Grüße,
Krümel

2 Antworten auf „Die wilde Seite des Sommers“

  1. Hi Krümel,
    ich mag das Wilde gerade gerne leiden im Garten. Sieht doch wildromantisch aus, auch Dein Tomatendschungel. Ich kann momentan nur unter erschwerten Bedingungen am Teich lustwandeln, da versperrt allerlei Vegetation den Durchgang. Ich genieße diese Zeit jetzt gerade sehr, weil alles nach der großen Hitze und etwas Regen sich wieder erholt.
    Liebe Grüße
    Karen

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