KrümelMonschder goes – Berlin. Teil 3

Meine Lieben – könnt Ihr noch? Ein letztes Mal lade ich Euch heute ein mit mir die deutsche Hauptstadt unsicher zu machen.

Der Mittwoch startet früh. Naja – Krümelmonschder-Urlaubsfrüh. Halb zehn verlassen wir das Hotel in Richtung Hauptbahnhof. Von dort ist es nur über die Straße und man blickt direkt auf das Regierungsviertel. Linker Hand das Abgeordnetenhaus und dahinter versteckt findet sich das Reichstagsgebäude mit der Glaskuppel. Rechter Hand sieht man die Schweizerische Botschaft. Dahinter liegt das sehr moderne Bundeskanzleramt. Die „Grün“flächen im Viertel sind VÖLLIG ungepflegt. Öde, vertrocknete Grasfläche ohne einen einzigen schattenspendenden Baum. Wie man hier seine Mittagspause verbringen soll ist mir schleierhaft.

Blick vom Bahnhof zum Parlamentsgebäude
Kanzleramt (vor dem Reichtstagsgebäude stehend)

Die mickrigen Grünstreifen direkt vor dem Abgeordnetenhaus bestehen quasi nur aus Unkraut, werden dafür aber täglich „ertränkt“. Selten habe ich so eine Wasserverschwendung gesehen. Das hat mich echt ein bisschen geärgert.

Berlin verdorrt in weiten Teilen und diese paar Unkrautüberwucherten Kleestreifen werden „ertränkt“ Wasserverschwendung per excellance!
Abgeordnetenbüros

Naja. Eigentlich wollten wir eine Reichstagsführung machen. Allerdings muss man sich die Karten mindestens 14 Tage vorher online kaufen. Kurzfristig hat man überhaupt keine Chance, v.a. weil man alle seine Daten übermitteln muss und im Vorfeld eine Sicherheitsüberprüfung stattfindet. Da wir hier nicht zeitig genug dran waren haben wir uns den Reichstag nur von außen angeguckt. „Trotzdem“ beeindruckend. Weiter zum Brandenburger Tor. Hier fand 1848 die Märzrevolte statt die den Beginn von Freiheit und Demokratie in Deutschland markiert.

Gelungener Mix zwischen historischem Gebäude und moderner Architektur (finde zumindest ich.)
Die Quadriga

Nach einer kleinen Irrfahrt sind wir dann ‚Unter den Linden‘ gelandet, haben ein bisschen geshoppt und es schlussendlich dann doch noch auf ein Schiff geschafft um eine Spreetour zu machen. Eine halbe Stunde die Spree runter, eine halbe Stunde die Spree wieder rauf. Ein spätes Mittag- frühes Abendessen hinter dem Bahnhof weckt wieder unsere Kräfte, also sind wir nochmal los zur „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz.

Einfach von überall aus zu sehen
Am Montag stand ich noch auf der Brücke und schaute runter auf die Spree 🙂
Leeeeeeeecker!!

Ein riesen Shopping-Zentrum. Unten wurde ein kostenloser Salsa-Kurs angeboten bei dem wir ein wenig zugeguckt haben. In Stuttgart gäbe es sowas nicht! Der Schwabe per se hat’s nicht so mit fremden Menschen und mit Leuten tanzen die man nicht kennt … Geht gar nicht. Und dann auch noch kostenlos? Taugt das dann was? *grins*.
In Berlin war die Tanzfläche voll, die Leute hatten sichtlich Spaß und auch wir haben gerne zugeguckt. Zum Mitmachen waren wir ECHT zu k.o.….

Donnerstag war unser letzter Tag. Der Rückflug ging erst abends, daher hatten wir noch was vom Tag. Vormittags sind wir raus an den alten Flughafen Tempelhof. Aber auch heute lief’s irgendwie nicht rund und so gab es nur noch einen einzigen freien Platz auf der Führung. Der Monschder war sehr niedergeschlagen – er hatte sich so darauf gefreut. Also habe ich verzichtet und ihm den Platz überlassen. Zwei Stunden würde ich schon irgendwie rumbringen.

Das bekannte Halbrund
Bemalte Wände in den unterirdischen Schutzbunkern

Danach hatte ich „was gut“ und habe diese Karte postwendend ausgespielt und den Monschder gezwungen, mit mir noch das Schloss Charlottenburg und die Schlossgärten anzugucken. Ein sehr schönes Schloss.

Joah…. Das’s mal ein Entree, wa?

Glücklicherweise hat es den Krieg größtenteils überstanden und es konnte noch sehr viel Originales gezeigt werden. Zu Fuß durch den (frei zugänglichen) Schlosspark, zurück zum Hotel das Gepäck holen und auf zum Flughafen und back home.

Was nehmen wir mit aus sechs anstrengenden, interessanten, köstlichen und aufregenden Tagen Berlin?

– die Stadt ist nach wie vor eine einzige Baustelle. Trotzdem ist viel zu sehen und man hat kaum Einschränkungen.
– Das öffentliche Netz ist eine absolute Wucht! Wir mussten absolut nirgends lange anstehen. Im Normalfall haben wir ca. 2 Minuten auf den Bus/ die Tram/ die U- oder S-Bahn gewartet. Absoluter „Negativ“ – Warterecord: 9 Minuten. Da sollte sich Stuttgart man eine DICKE Scheibe abschneiden!!
– Es macht Sinn sich im Vorfeld Gedanken zu machen was man wann besichtigen möchte und sich schon vorher die Karten kaufen. Erspart die eine oder andere Enttäuschung.
– holt Euch auf alle Fälle die Berlin Welcome Card und die Tripadvisor- App. Absolut unverzichtbar!
– Und last but noch least: Berlin hat ein ECHTES Wespenproblem! 😉

Schön dass Ihr die Geduld hattet mir virtuell durch Berlin zu folgen. Ich hoffe Euch hat unsere Tour ebenso gefallen wie uns. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert – Fahrt mal hin!

Liebe Grüße,
Krümel

6 Antworten auf „KrümelMonschder goes – Berlin. Teil 3“

  1. Ich war einmal mit der Schule in Berlin inkl. Reichstag und Schloss Charlottenburg und einmal mit meinem Mann. Beide Male hat mir die Stadt zum Besichtigen sehr gut gefallen. Die Schulwoche in Berlin war insofern super, da wir Österreicher keinen „Fremdsprachenunterricht“ hatten, wie die Tage in Paris. Damals gab es allerdings auch noch kein Terrorproblem.

    LG Kathrin

  2. Berlin ist immer eine Reise wert! Diese Wasserverschwendung hätte mich auch gestört. Ich habe mir wirklich jeden Tropfen überlegt, den ich aus der Leitung vergossen habe. Mir tut das immer in der Seele weh, mit Trinkwasser zu gießen. Mein neu angesäter Rasen braucht jetzt natürlich auch ein wenig Zuwendung. Zum Glück habe ich Brunnenwasser!
    Viele Grüße von
    Margit

  3. Super schöne Berlinreise. Mich wundert nur das du nicht das „grüne Berlin“ mehr entdeckt hast. Die Außenbezwirke sind richtig schön begrünt und total schön anzusehen. Aber natürlich, wenn du nicht viel Zeit hattest, sind die Sehenswürdigkeiten ideal 🙂

    LG
    Manueal

  4. Berlin, meine Seelenstadt, ich liebe sie einfach.
    Ward Ihr auch in der Kuppel vom Reichstagsgebäude?
    Dorthin schleppe ich jeden mit, der mit mir nach Berlin fährt, ein Muss.
    Wunderbare Aussicht auf die schöne Stadt und all ihre Baustellen.
    Wir haben immer Fahrräder, damit kommt man schnell überall hin.
    Mal schauen, ob ich es dieses Jahr noch schaffe, meine Tante dort zu besuchen. Wenn nicht, dann aber gleich im Frühjahr…
    Lieben Gruß
    Nicole

  5. Den Reichstag habe ich auch noch nie besichtigt, obwohl ich oft genug davor stand. Naja, es gibt immer genug Gärten, die man eher besucht. Hast du am Hauptbahnhof die Spurengärten gesehen, die die Rampen nach unten zum Fluss begleiten? Die sind ganz schön.
    VG
    Elke

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