Neues Jahr, neues DIY

Zuerst möchte ich es nicht versäumen und Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen! Und ein ‚Herzlich Willkommen‘ an meine neu dazu gekommenen Leser. Ich freue mich auf ein neues Jahr und eine neue Gartensaison mit Euch.

Ich habe meine angekündigte Internet-Abstinenz „knallhart“ durchgezogen, ja, ich war nicht mal auf anderen Blogs unterwegs. Das hole ich jetzt peu à peu nach. Ich freue mich schon darauf was Ihr alles zu erzählen habt.

Mein Gartenjahr beginne ich mit einem DIY. Nachdem wir letztes Jahr unser Insektenhotel gebaut hatten, haben wir uns dieses Jahr an einen Nistkasten für Höhlenbrüter gewagt. Die Bauanleitung hatten wir vom Nabu, da kann man sich einige kostenfrei runter laden.

An Material hatten wir:
2 Bretter à 20x120x18 mm Stärke, unbehandeltes Kiefernholz,
Grobkörniges Schleifpapier, 80er Körnung
12 Senkkopfchrauben 35×40
2 Rundkopfschrauben 40×45
1 Drehaken
Forstnerbohrer (wir haben den Durchmesser 30mm genommen)
Akkuschrauber
Stichsäge
Bleistift
Winkel oder Zollstock
(Wer hat: Tischkreissäge)
Holzbohrer 2mm und 4mm
Wer will: Kreidefarbe

Los geht’s.

Zuerst werden die Maße der einzelnen Teile auf die Holzbretter übertragen. Die langen, geraden Schnitte hat der Monschder über die Tischkreissäge gejagt. Wer keine hat nimmt die Stichsäge.

Wenn alle Teile geschnitten sind werden mit dem Schleifpapier die Kanten gebrochen. Das heißt, man fährt mit dem Schleifpaper die Schnittkanten entlang um sie schön abzurunden und eventuelle Splitter abzunehmen. Die Vogelbabys sollen sich ja nicht wehtun.

Dann geht es auch schon an den Zusammenbau. Zuerst wird die Rückwand ausgemittelt und an den Boden geschraubt. Um zu verhindern dass das Holz beim Schrauben reißt haben wir die Hölzer mit Schraubzwingen verzwingt und die Schraublöcher mit einem Holzbohrer 2mm vorgebohrt.

Auf die gleiche Art und Weise werden die Seitenwände angebracht. Um die genaue Höhe zu ermitteln haben wir probehalber das Dach aufgelegt. So kann man ganz genau sehen bis wohin die Seitenwand gehen muss.

Bevor die Front angeschraubt wird muss noch das Einflugloch gebohrt werden. Hier gebt Euch bitte ganz besonders viel Mühe mit dem entgraten. Schließlich werden die Vogeleltern viele Male rein und raus fliegen müssen und Verletzungen an den Füßen müssen unbedingt vermieden werden.

Die Front wird oben mit zwei breiten, etwas längeren Schrauben befestigt. Zu beachten ist: beide Schrauben müssen auf gleicher Höhe sein (bei uns: 2cm unterhalb der oberen Kante) und die Schrauben müssen recht locker sitzen. Dazu haben wir die Löcher mit einem 4mm Bohrer vorgebohrt. So haben die Schrauben etwas Spiel und die Front kann bewegt werden. Das ist nötig um nach der Brutsaison den Innenraum reinigen zu können. Damit aber nicht ausversehen die Küken vorzeitig aus dem Nest purzeln, wird im unteren Bereich ein Haken in das Holz gedreht. Dieser arretiert die Front.

Als letztes kommt dann noch das Dach drauf, wird mit Schrauben fixiert und – tadaaaaa! Fertig ist das neue Vogel-Appartement Marke Eigenbau. Ein bisschen schief, ein bisschen schepps, aber mit viel Liebe selbst gemacht. Der Nabu rechnet übrigens mit einer Brettstärke von 2cm. Da unsere Bretter nur 1,8cm hatten, mussten wir ein bisschen rechnen (und haben uns natürlich des Öfteren verrechnet *zwinker*). Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Man muss halt ein bisschen nacharbeiten und v.a. „flexibel“ sein.

Wer es natürlich mag ist jetzt fertig mit der Arbeit. Einfach noch am Ort der Bestimmung anbringen und auf die Gäste warten. Ich habe das Häuschen innen Natur belassen und außen mit Zusatzstoff-freier Kreidefarbe bemalt. Aber das bleibt jedem selbst überlassen. Kräftige Farben scheinen zumindest nicht abzuschrecken – haben wir doch seit drei Jahren regelmäßig Bruten in unserem Quietschblauen-Dekovogelhaus.

Was meint Ihr zu unserem Mietappartement? Kann sich doch sehen lassen, oder?

Liebe Grüße,
Krümel

5 Antworten auf „Neues Jahr, neues DIY“

  1. Also dieses Appartement ist sehr schick geworden. Wäre ich ein Vögelchen ich würde da sofort einziehen 🙂 Keines unserer Gartenprojekte lässt sich jetzt schon umsetzen, wir müssen wohl oder übel auf den Frühling warten. Aber wer weiß, wann der wirklich kommt.

    LG Kathrin

  2. Oh, wie schön! Das wäre ja was für mich!!! Jetzt, wo ich mich an den Frühbeetkasten gewagt habe und die Verbindungen mit Holzdübeln ganz gut geworden sind…
    Muss ich mir mal merken!!!
    Viele Grüße von
    Margit

  3. Und wie sich der Kasten sehen lassen kann liebe Krümel.
    So hübsch verziert, die Vögel werden sich drum reißen…
    Eine schöne und vor allem nützliche Gartendeko. Nun kann der Frühling kommen.
    Lieben Gruß
    Nicole

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