Semi-naked drip Cake

OMG! Was für ein Wort. Da gab es so lange schon keinen Eintrag mehr unter der Rubrik ‚Küchenschlacht’ und dann kommt sowas.

Aber: was genau ist den „sowas“? Also für alle die gerade nur ‚Kuchen‘ verstanden haben: heute zeige ich Euch einen halb eingestrichenen Kuchen an dem die Schoki runter läuft. Hmmmm…. Klingt nicht lecker? Isses aber. Versprochen!

Zum Geburtstag von Monschders Nichte wollte ich mich mal wieder in die Küche stellen. Ja, genau, das ist die gleiche für die ich letztes Jahr diese Hochzeitstorte gemacht habe. Ich hatte mir das sooo schön vorgestellt: einen hellen Biskuit, mit selbstgemachten Himbeercurd bestrichen und dann die oberleckere Swiss Meringue Buttercreme drauf. Einen Drip in Hellrosa und dann ganz viel Mädchen-Glitzerdeko drauf. Hach, herrlich.

Und dann werde ich gefragt ob ich nicht einen (schnöden) Banoffee-Pie machen könnte…. Ihr könnt Euch mein langes Gesicht gar nicht vorstellen. Ja, der Banoffee-Pie IST wirklich super-lecker (wer kann zu cremigen Bananen auf einem Bett aus Dulche du leche, dick eingemummelt in köstliche Vanillesahne schon nein sagen?), aber er ist halt in keinem Fall dekorationsfähig!
Natürlich hat das Nichtenkind hat ihren Banoffee-Pie bekommen. Und aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Also habe ich „meinen“ Kuchen einfach zwei Wochen später gemacht als unsere Eltern beim Sonntagsessen bei uns waren. Es war generell ein extrem Kalorienlastiger Tag, da kam es auf ein paar mehr auch nicht mehr an.

Hier die Rezepte für eine Torte mit Durchmesser 20cm:

Biskuit:
4 Eier
2 EL warmes Wasser
140 g Zucker
140 g Mehl
½ Pck. Backpulver

Eier mit Wasser und Zucker so lange schlagen, bis die Masse fast weiß und sehr dick und cremig ist. Geht am besten in der Küchenmaschine und dauert sicher 4-5 Minuten. (Nein, ich trenne die Eier nicht mehr. Ist mir zu viel Aufwand.) Danach das Mehl mit dem Backpulver auf die Eiermasse sieben, mit dem Geizkragen (Gummischaber) oder einem großen Schneebesen unterrühren und in eine Springform geben. Achtung: Biskuit muss „klettern“ können. Daher bitte nur den Boden mit Backpapier auslegen oder fetten. Nicht aber den Rand.
Im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze 175°C) ca. 25-30 Minuten backen, auskühlen lassen.

Himbeercurd:
250g Himbeeren, frisch oder gefroren
85 g Zucker
1/2 Zitrone, den Saft davon
1 Ei (M)
2 Eigelb
60 g Butter

Die Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Das fertige, kernlose Himbeerpüree mit dem Zucker, dem Ei, den Eigelben und dem Zitronensaft vermischen und über einem Wasserbad so lange aufschlagen, bis die Masse eindickt. Das dauert ca. 10 – 12 Minuten. Achtung: die Schüssel sollte das heiße Wasser nicht berühren, da es sonst Rührei gibt. Sobald die Masse schön cremig ist, die Schüssel vom Wasserbad nehmen, die Butter dazugeben, schmelzen lassen und einrühren. Danach nochmal mit dem Handrührgerät ca. 1 Minute kräftig aufschlagen. Den fertigen Curd in ein sterilisiertes Glas geben, abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Swiss Meringue Buttercrem:
Meine allerliebste Buttercreme überhaupt. Sie schmeckt großartig! Ohne Witz – die könnte ich pur löffeln! Und erst die Textur… ein Träumchen!

350 g Butter (unbedingt! Zimmertemperatur)
200 g Zucker
4 Eiweiß
Prise Salz

Zuerst die Eiweiße mit dem Zucker und der Prise Salz in ein hitzebeständiges Gefäß geben. Dann über dem Wasserbad ca. 5-7 Minuten vorsichtig und unter langsamen rühren auf 60-65°C erhitzen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Wer hat: gerne mit einem Kochthermometer prüfen. Alternativ: wenn man beim Reiben von Zeigefinger und Daumen keine Zuckerkristalle mehr zwischen den Fingern spürt ist die Masse richtig. Dann in die Küchenmaschine umfüllen und mit dem Schneebesenaufsatz ca. 10-15 Minuten bei hoher Stufe schlagen. Danach sollte die Rührschüssel maximal noch Handwarm sein. Anschließend auf den gröberen Aufsatz (Flachrührer, Schmetterlingsaufsatz, o.ä.) wechseln, die Maschine auf eine mittellangsame Stufe einstellen und die zimmerwarme Butter hinzufügen. Dann einfach 10-15 Minuten rühren lassen und sich solange einen Kaffee gönnen. Wenn die Buttercreme fertig ist, „knirscht“ es beim Rühren. Die Buttercreme ist jetzt schneeweiß und furchtbar lecker. Kann eingefärbt oder mit Extrakten aromatisiert werden und ist sogar Fondant tauglich.

Torte zusammenbauen und nach Belieben dekorieren (ich empfehle getrocknete Rosenblätter – das ist mal lecker dazu). Der Kuchen muss mindestens einen Tag im Kühlschrank durchziehen und schmeckt am besten bei Zimmertemperatur. Lasst es Euch schmecken!

Liebe Grüße,
Krümel

4 Antworten auf „Semi-naked drip Cake“

  1. Hach, das sieht aber auch lecker aus.
    Mmhm, ich bewundere alle, die solche Kunstwerke backen können.
    Bei mir wird es meistens ein Rührkuchen, ich bin nicht so die Backfee.
    Dir einen schönen Sonntagabend,
    lieben Gruß
    Nicole

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