Aus hässlich mach alt

Momentan sind meine Beiträge leider etwas durcheinander. Dieser Beitrag hätte bereits letzte Woche gezeigt werden sollen. Diese Woche hätte ich vom Rosenschnitt am Wochenende erzählen wollen, aber ich komme mit dem Bearbeiten der Bilder gerade nicht hinterher. Daher diese Woche was von letzter Woche. Bissi durcheinander, ich gelobe Besserung.

Das Sturmwochenende hatte auch uns fest im Griff und Arbeiten im Garten ein Ding der Unmöglichkeit. Die Windböen waren teilweise echt heftig und ich war not amused als ich in Hausschlappen draußen in Regen und Sturm dem Inhalt meiner Papiertonne durch die gesammte Straße hinterherjagen durfte. Trotzdem hatten wir mal wieder Glück und wir sind sonst ungeschoren vorbei gekommen. Andere hat‘s doller erwischt – die Bilder aus dem Rest Deutschlands waren teilweise echt schlimm.

Garten ging nicht, also muss mal wieder ein Bastelprojekt den „Lückenfüller“ spielen. In diesem Fall habe ich mich einer Sache gewidmet die jeder von Euch mit Sicherheit kennt: hässliche Übertöpfe. Wir alle kennen sie, haben sie, hassen sie. Sie vermehren sich scheinbar von selbst, bieten im Keller jeder Menge unappetitlichen Achtbeinern Unterschlupf und keiner weiß was mit anzufangen. Komisch: Wegschmeißen will man sie aber auch nicht, oder?

Auch ich habe viele Übertopfe im Keller. Alle geschenkt bekommen (meist natürlich mit Inhalt). Der Inhalt zu meiner Freude geschenkt, leider irgendwann aus diesem Leben geschieden (nicht zu meiner Freude). Und übrig bleibt ein hässlicher Übertopf der mir farblich nicht gefällt, der nicht in die Wohnung passt und den ich mir im Leben nie gekauft hätte.

Aber: gegen hässliche Keramik ist ein Kraut gewachsen. Respektive: eine Verschönerungs-Idee entstanden.
Was ihr braucht:
Einen hässlichen Übertopf, ein wenig feinen Sand und einen Weißkleber für die Strucktur, ein kleines Stückchen Schleifpapier und ein paar Farben.

Los geht’s:
Zuerst wird der Hauptdarsteller einer gründlichen Reinigung unterzogen. (War in meinem Fall DRINGEND notwendig. Igitt…..brrrrr.) Dann wird mit dem Weißkleb der Sand auf den Topf gebracht. Nicht flächig, ein bisschen nach dem Chaos-Prinzip. Trocknen lassen.

Es folgt der erste Anstrich. Ich habe mich für ein dunkles Grau entschieden. Flächig anstreichen und wieder trocknen lassen. Zum Glück geht das bei Kreidefarben recht schnell. Mein Topf war Baby-Popo-Glatt. Daher hatte es die Farbe mit nur einem Anstrich recht schwer und der Untergrund hat noch überall raus gelunzt. Ich hab mir also was gegönnt und einen zweiten Anstrich aufgebracht.

Und dann kam dies und das dazwischen und es wurde spät und ich hatte keine Lust mehr. Macht nichts, rennt ja nicht weg. Am nächsten Tag weiter gemacht. Dieses Mal mit Weiß. Je nachdem wie ordentlich ihr das macht, scheint das Grau mehr oder weniger durch. Und was danach kommt, könnt Ihr Euch denken: richtig – trocknen lassen. Am Schluss mit dem Schleifpapier das weiß hier und da abschaben und auf alt machen.

Et voilá: aus hässlich wird ein handgemachtes Ausstellungsstück im Shabby-Style. Was meint Ihr: lohnt sich die Mühe?

Habt eine schöne Restwoche.
Liebe Grüße
Euer Krümel

6 Antworten auf „Aus hässlich mach alt“

  1. Hallo Kerstin,
    Upcycling lohnt sich IMMER! Ich könnte Dir noch Töpfe schicken, falls Du im Streichflow gelandet sein solltest 😉 Wir haben gar nicht genug Fensterbänke für die vielen Töpfe, die sich über die Jahre angesammelt haben. Kürzlich habe ich aussortiert und wollte schon Töpfe zur Recyclingbörse bringen. Im Büro fiel mir auf, die dortigen Töpfe sind noch hässlicher. Also vorab noch fix getauscht. Auf die Idee, die Töpfe zu streichen, bin ich bisher noch nicht gekommen. Aber schön geworden, Dein Orchi-Topf.
    Liebe Grüße
    Karen

  2. Liebe Krümel,
    möchtest du noch mehr Übertöpfe? Hier sammeln sie sich im Keller, sechs Stockwerke tiefer. Besser du willst sie nicht, denn ich möchte diese nicht holen gehen, sind sicher in einem ganz schrecklichen Zustand!
    Liebe Grüsse
    Eda
    PS:
    Deine Idee ist so schön!

  3. Hallo Krümel,
    die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt.
    So etwas habe ich auch durchgezogen, als ich mit einem Haufen angedetschter, häßlicher, nicht zusammen passender Pötte dastand, aber meine Zimmerpflanzen im Herbst wieder ins Haus mussten. Die Verwandlung war bemerkenswert.
    Viele Grüße
    Claudia

  4. Das ist eine gute Idee, wir haben uns schon von etlichen dieser hässlichen Übertöpfe getrennt. Ich bin auch kein großer Freund dieser achtbeinigen Wesen, besonders wenn sie groß und dick sind…
    Der Sturm oder besser die Stürme hatten uns auch im Griff, aber es ist nichts passiert, nur die Birken haben ziemlich viele kleine Äste abgeworfen und unsere Papiermülltonne, die in der Zeit auch raus musste, ist zum Glück stehen geblieben.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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