Projekt Miniteich

Kennt Ihr das? Da plant man eine ruhige Woche, hat keinen Termin, keine Verpflichtungen, freut sich auf all die Dinge die man erledigen kann und dann….. Seit einer Woche keinen Abend zu Hause gewesen, nach dem Büro zu diversen Terminen gehetzt und nichts – aber auch wirklich nichts von dem auf die Reihe gekriegt was man tun wollte. Einschließlich den (nicht geschriebenen) Blogeinträgen. Ich hoffe diese Woche wird es wieder ruhiger.

Dann mal los mit meinem deutlich verspäteten Eintrag:

Schon laaaaaaange wünsche ich mir einen Miniteich im Garten. Gut, ich tät natürlich auch einen großen Teich nehmen, nur: dann wär der Garten voll. Davon abgesehen, dass Wasser und Hanglage nicht sooo gut zusammen passen *lach*
Nu denn – Miniteich muss reichen. Die passende Wanne dazu stand schon seit einem Jahr (permanent im Weg) rum. Und endlich – mit Ende der Frostperiode habe ich mich daran gewagt. Im Vorfeld hatte ich mich (wirklich) ewig mit dem Thema ‚Miniteich‘ beschäftigt und gehadert wie ich ihn anlegen sollte. Passende Bepflanzung in der richtigen Menge, mit oder ohne Wasserspiel. Sauerstoffzufuhr, Algenvermeidung – ich hab gelesen und gelesen und gelesen. Wahrscheinlich habe ich mir (mal wieder) viel zu viele Gedanken gemacht. Einfach mal machen lautet die Devise.

Stichwort machen – so hab ich’s gemacht:
Zuerst alles bereitstellen. Ich hatte
1 Zinkwanne
Backsteine für die verschiedenen Höhenstaffelungen
Zierkies
5 unterschiedliche Wasserpflanzen
Teichkörbe
Teicherde

Begonnen habe ich damit, die Backsteine gut zu wässern. Ungefähr 2 Minuten lang. Dann hab ich das Wasser erst mal wieder abgestellt und bin los, mir meine Wandergamaschen zu holen bevor ich völlig durchnässt bin. Gut eingepackt ging’s weiter. Backsteine abspülen, wässern, Zierkies gut abspülen.

Als nächstes wurden die Pflanzen in ihre Teichkörbe gesetzt. Dazu habe ich diese zuerst mit einem Vlies ausgekleidet, damit die Erde nicht heraus gespült wird. Spezielle Teicherde und die Pflanze hinein und die Erde mit Zierkies abgedeckt. So bleibt sie da wo sie sein soll – IM Topf.

Dann ging’s ans Einrichten. Anhand der Pflanzetiketten wusste ich in etwa, wie tief die Pflanzen im Wasser stehen sollen (welche Info ich nirgends gefunden habe: wird die Wassertiefe ab unterem Ende Wurzelballen oder ab oberem Ende Wurzelballen gemessen? Ich hab jetzt ab unterem Ende gewählt. Hoffe das passt…)

Direkt auf den Boden kam der Gewöhnliche Tannenwedel (Hippuris vulgaris). Die Mini-Seerose, das Zyperngras (Cyperus longus) und das Stern-Sumpfgras (Rhynchospora colorata) kamen auf die Backsteine und das Sauerstoff bildende Hornkraut darf frei schwimmen.

Wenn alles zur Zufriedenheit platziert ist wird die Wanne gefüllt. Da die meisten Wasserpflanzen kein kalkhaltiges Wasser mögen habe ich mich aus den Regenwassertanks bedient. Die sind ja nun schön voll. Ich hab vergessen mitzuzählen – ich glaube es waren fünf Kannen à 10 Liter die ich hinein gegossen habe. So schaut’s jetzt aus. Jetzt muss nur noch die Sonne scheinen und alles schön wachsen. Vielleicht blüht ja dann schon dieses Jahr die Seerose. Ich werde berichten.

Das war unser kleines Wasserprojekt – wir haben auch noch ein größeres vor. Die Vorbereitungen dazu laufen. Jetzt hoffe ich mal, dass wir auch mit dem kleinen Teich ein paar Libellen glücklich machen können. Mal schauen.

Ich wünsche Euch noch eine tollen Restwoche!
Liebe Grüße,
Krümel

P.S. Nachtrag. Ich weiß nicht warum ich das Bild auf halber Strecke gemacht habe, aber ich habe die Wanne natürlich bis oben hin gefüllt. Und die Seerose stand auch nur zwei Wochen so weit oben – ich hatte gelesen, dass man sie langsam absenken soll….

11 Antworten auf „Projekt Miniteich“

  1. Hallo Krümel,
    Wasser ist immer klasse, egal in welcher Größe. Aus Erfahrung kann ich dir raten, dir irgendwo ein paar Wasserschnecken zu besorgen, die die Algen abweiden. Und die Seerose steht viel zu hoch. Die Blätter müssen nach oben schwimmen können, hängen bei dir aber nach unten. Nimm sie besser von dem Stein runter und stell sie direkt auf den Grund.
    Viele Grüße
    Claudia

    1. Hallo Claudia,
      die Wanne habe ich (nach dem Bild) tatsächlich noch komplett gefüllt. Bei der Seerose stand bei der Lieferung man solle sie absenken und erst dann tiefer stellen, wenn die Blätter richtig schwimmen. Deswegen steht sie auf dem Bild noch so hoch. Mittlerweile hat sie nüscht mehr unter dem Poppes.

  2. HI Krümel,
    netter Miniteich, beim Wasserstand ist noch Luft nach oben oder gibt es einen Grund, weshalb die Wanne nur halb voll ist? Allein schon wegen der Seerose die, wie Claudia schreibt, auf jeden Fall tiefer stehen muss. Toi toi, das Zyperngras wird sich bestimmt bald strecken. Die Tiefen sind m.E. nach immer auf den oberen Rand , also die Einpflanzhöhe bezogen.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen,
      ja – ich habe bemerkt, dass das Bild unglücklich ist.
      Das Zyperngras ist tatsächlich schon gewachsen – im Gegensatz zum Sterntänzergras. Das will noch nicht (dabei gatte ich mich gerade auf dieses Gras so gefreut…).
      Naja, mal gucken. Steht ja auch erst vier Wochen.

  3. Ich habe auch einen Miniteich im Garten. Habe mir da mal wieder überhaupt keine Gedanken gemacht, wie und was…
    Ich hatte jahrelang überhaupt keine Probleme mit Algen – dann plötzlich waren sie da. Jetzt habe ich alle Pflanzen in Sand gepflanzt und eine Miniseerose gepflanzt. Das hat wohl ein wenig geholfen. Ansonsten werden sie einfach abgefischt.
    Viele Grüße von
    Margit

  4. Wasser im Garten geht immer. Wir hatten auch einen Miniteich, bevor wir den „großen“ Gartenteich angelegt haben. Da habe ich vorher auch jede Menge gelesen. Der Miniteich ist dann zunächst auch wieder verschwunden, aber jetzt doch wieder in den Garten gewandert.
    Ich bin schon gespannt, wie Dein Miniteich aussieht, wenn die Pflanzen wachsen.
    Ich wünsche Dir nochmals eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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