Unser Gartenprojekt 2019 Teil 1 – Wer anderen eine Grube gräbt…..

…. Hat selbst nichts zu tun. Da dies nicht der Fall ist, mussten wir selbst ran. Denn für unser neuestes Gartenprojekt brauchen wir eine große Grube.

Naja – groß ist vielleicht zu viel gesagt. Aber tief. Naja – wobei 70cm sind jetzt auch nicht wirklich tief. Aber bei uns gelten erschwerte Bedingungen. Doch dazu gleich mehr.

Grube? Wieso, weshalb, warum? Und was hat „Plätscher“ damit zu tun? Richtig! Wir bauen uns einen Zierbrunnen. Oberirdisch ein Wasserbecken mit Auslauf und unterirdisch dann das Auffangbecken mit Pumpe. So der Plan.

Hier soll er hin….

Immer schwierig: Wasser und Hanglage. Also begannen wir nicht mit der Grube, sondern haben erst einmal das Gelände angeglichen. Auf knapp 2m Länge haben wir ein Gefälle von fast 30cm. Heftig. Also einfach nur Erde glatt ziehen war nicht. Wir mussten beidseitig Stützmauern einziehen. Das hatten wir schon beim Lieblingsplatz gemacht. Doch bei einer solchen Höhendifferenz kamen die „kleinen“ Steine recht schnell an ihre Grenze. Und so mussten wir sie in eine Menge Beton setzen um ihre Stabilität zu gewährleisten.

Gelangweilter Zuschauer

Als nächstes wurde dann die Grube für das Überlaufbecken ausgehoben. Der Monschder wollte die Möglichkeit haben im Winter alles raus- und aufzuräumen. Außerdem musste ja eine Art Revisionsöffnung her, damit die Pumpe regelmäßig gereinigt werden kann. Wir haben wirklich viel hin und her gerechnet bevor wir mit dem Schaufeln angefangen haben. NATÜRLICH war das Loch hinterher erst zu kurz, aber lassen wir das…..

Was man alles so findet…

Habe ich an der Stelle schon mal erwähnt dass wir auf einem alten Steinbruch wohnen? Nein? Also – wir wohnen auf einem alten Steinbruch. Das Besondere an Steinbrüchen: Überall sind Steine. Kleine Steine, mittlere Steine. Und große Steine. Vorzugsweise immer da, wo man (respektive wir) versucht, ein Loch zu graben.

Und wenn mal mit Schwung die Hacke an solch einem Stein zum Stillstand kommt – mannometer! Da freut sich die Schultermuskulatur! Das Ende vom Lied: Mit Hacke und Schaufel war dem Brocken nicht beizukommen und der Monschder musste mit dem Schlagbohrer ran. Zweiteilig konnte er den Brummer dann gerade so aus dem Loch heben. Das zweite „Steinchen“ in Form eines Pizzastückes war dann fast schon leicht aus dem Lehmbatz heraus zu lösen. Mit Betonung auf ‚fast‘.

Schweres Gerät benötigt

Als die Grube endlich die Endmaße erreicht hatte, sind wir den restlichen KFT losgeworden. Und eine Menge übrigen Schotter. Dann wurde die Bodenplatte betoniert. Hier musste darauf geachtet werden, dass überlaufendes Wasser trotzdem versickern kann. Die Seitenwände sind aus übrigen Gehwegplatten. 60×40 an den Kopfenden und je 2×40 an den Seiten. Jetzt passt der Mörtelkübel mit 90L Fassungsvermögen rein.

Nachdem das Loch wieder verfüllt war haben wir die Beetbegrenzung gesetzt. Auch das war ziemlich anspruchsvoll: zwar hatten wir den Platz „hinter“ der Begrenzung stark abgeflacht, aber „vor“ der Begrenzung, sprich der Rasen hatte ja noch Ursprungshöhe…. Und so musste nicht nur einer der Granitsteine in Beton gesetzt werden. In der Luft halten sie halt einfach nicht so gut *zwinker*.
Auch das abnehmbare Gitter wurde an den Seiten noch mit Granitsteinen befestigt. Vor allem um hinterher zu vermeiden, dass beim Aufräumen ständig der Kies in das Überlaufbecken fällt.

Als letztes wurde dann noch das Erdniveau auf der Rasenseite ausgebessert und angeglichen und neuer Rasen gesät. Mit Steinebergen, Trocknungszeiten und allem PiPaPo haben wir gut zweieinhalb Tage für den ersten Abschnitt des Projektes gebraucht. Als nächstes ging es mit dem Bau des Wasserbeckens weiter. Doch davon in einem weiteren Post.

Liebe Grüße und habt einen schönen Sonntag,
Krümel

2 Antworten auf „Unser Gartenprojekt 2019 Teil 1 – Wer anderen eine Grube gräbt…..“

  1. Liebe Krümel,
    ein muskelzehrendes Projekt habt ihr da begonnen, alle Achtung. Ich bin gespannt auf das Endergebnis. Unser Sprudelstein liegt auch auf so einem zweigeteiltem Rost mit einen Mörtelkübel und einer Pumpe darunter, die zum Winter nach Abräumen der Flusskiesel durch den Zwischenspalt wieder herausgehoben werden kann. Das Wasser der Dachrinne unserer Terrassenüberdachung endet dort im Kübel. Aber das war noch lange nicht so ein Aufwand wie bei euch.
    Liebe Grüße und ein großes Lob auch an den Monschder, Marita

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