Schottland 2019, Teil 1: Kleine Einführung und die ersten beiden Tage

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Der Monschder und ich sind bekennende „Inselaffen“. In den letzten zehn Jahren waren wir nun das vierte Mal in GB, und davon das dritte Mal in Schottland. Was uns so besonders anzieht an dem Land lässt sich gar nicht mal so genau sagen. Einfach das Gesamtpaket: kurze Anreise, die raue und doch sehr freundliche und hilfsbereite Art der Menschen, ein mildes (wenn auch wechselhaftes Klima), wirklich sehr gutes Essen (jaaa! Auch wenn da jetzt die eine oder andere Augenbraue ungläubig nach oben wandert: In Schottland kann man WIRKLICH richtig gut essen!), tolle Gärten, Schlösser, Ruinen, gelebte Historie an jeder Ecke und eine MEGA-Landschaft. Ach – und der Monschder wirft noch ein: Whisky. (Im schottischen übrigens ohne ‚e‘ geschrieben. Das sei eine Erfindung der Amerikaner, hieß es auf unserer Tour durch eine kleine Distille.) Wie man es auch dreht und wendet: Schottland hat für jeden was zu bieten.

Ich bin der volle Geschichts-Freak und Gärten – naja, dazu brauche ich ja wohl nichts zu sagen *lach*. Shopping und Museen hingegen interessieren mich nicht so besonders und der Monschder teilt meine Interessen (größtenteils). Dieses Jahr waren wir nun aber zu acht und hatten – neben Schwägern und Schwager – vier „Kidds“, sprich: „Halbwüchsige“ unter 30 Jahren dabei. Zwar war klar, dass ich einen Urlaub in allererster Linie für KrümelMonschder planen würde, aber dennoch sollte schon für jeden was mit dabei sein.

Glasgows Slogan

Unsere Route sah also vor:
Flug nach Glasgow. Den Anreisetag und zwei weitere direkt in Glasgow.
Tag 4: Tagesausflug nach Loch Lomond.
Tag 5: Tagesausflug auf die Isle of Bute
Tag 6: Inverary mit Jail und Castle und Dunstaffnage Castle
Tag 7: Loch Ness mit Urquhart Castle; ½ Tag Inverness
Tag 8: ½ Tag Inverness; Elgin Cathedral
Tag 9: Fyvie Castle; Drum Castle
Tag 10: Tagesausflug auf die Isle of May
Tag 11: ½ Tag St. Andrews; Blair Atholl Distillery
Tag 12: Edradour Distillery; Dunkeld Cathedral
Tag 13: Blackness Castle und Edinburgh
Tag 14 und 15 (Abreisetag): Edinburgh.

Policebox – eine Notfall-Polizei-Station. Kein Fake. Die gab’s wirklich

Edinburgh ist uns bereits gut bekannt, daher begannen wir die Reise dieses Mal mit Glasgow. Glasgow ist mit ca. 630T Einwohnern Schottlands größte Stadt. Außerdem ist sie Universitätsstadt, hat eine riesige Kunst- und Museenszene und ist bekannt für ihr Nachtleben.

Vorne historisch, hinten 80er-Jahre Bausünden

Nun, mein erster Eindruck war …. Tja….. öhm wie soll ich sagen….. Also: Edinburgh ist alt und marode und verströmt einen unglaublichen Charme.
Glasgow ist alt und marode….
Zwar ist die Fußgängerzone modern und toll gestaltet – aber austauschbar. Im Stadtzentrum wird viel gebaut und renoviert. Ansonsten macht die Stadt optisch nicht viel her. Glasgow gilt als Arbeiterstadt und ich glaube das sagt schon alles. Außerdem ist Glasgow ziemlich arm (und leider überhaupt nicht sexy.). Viele Gebäude stehen leer, der Verfall ist sichtbar. Alte Bauwerke stehen kaum, Glasgow wurde während des 2. WK leider stark in Mitleidenschaft gezogen.

Glasgow University

Doch auch in Glasgow findet man ein paar schöne Ecken. Und so zogen wir an unserem ersten „richtigen“ Urlaubstag los um uns die City Chambers anzuschauen. Die geführte Tour durch das Rathaus findet zweimal am Tag statt und ist kostenlos. Da aber pro Tour nur max. 25 Personen teilnehmen dürfen, empfiehlt es sich, frühzeitig vor Ort zu sein. Die City Chambers wurden 1888 feierlich im Beisein der Königin Victoria eröffnet und kosteten die – für damalige Zeiten – schier unfassbare Summer von über 552.000,00 Pfund Sterling. Wenn man davon ausgeht, dass 1Pfund in etwa den Wert von 8g Gold hatte, das Gramm Gold heutzutage ca. 26 EUR kostet, wäre das heute in etwa…. WIRKLICH viel Geld! Aber seht selbst – das Geld ist gut investiert.

Die City Chambers
Das Originalmosaik im Eingangsbereich
Die Vorhalle lässt das Highlight erkennen…
Das Marmortreppenhaus
Der Sitzungssaal
Oberlicht im Anbau

Nach der Führung ging es zu Fuß zur Necropolis. Das ist ein viktorianischer Friedhof nach Vorbild Pariser Friedhofs Père Lachaise. Eigentlich mag ich alte Friedhöfe. Sie haben immer eine besondere Atmosphäre. Mal ruhig, mal gruselig, mal traurig. Aber hier? Da war so gar nix. Eine Aneinanderreihung von Grab- und Denkmälern. Hübsch anzuschauen und zu bestaunen, aber keine Atmo, nüscht.

Als letztes sind wir dann, quasi gegenüber, noch in die St. Mungos Cathedral. Die Kathedrale ist auf den ersten Blick eher unspektakulär. Aber es lohnt sich. Denn der Keller beherbergt einen echten Schatz.

Fußlahm und hungrig schleppten wir uns in einen Pub. Der angekündigte Regenschauer ergoss sich, während wir unser spätes Mittagessen zu uns nahmen. Danach bummelten wir noch ein bisschen durch die Einkaufsmeile und beendeten den Tag mit einer lustigen Zimmer-Party.

Hiermit endet Tag zwei. Keine Angst, nicht alle Tage werden so explizit von mir „wieder gekäut“.

Wer übrigens mal in den glaswegian accent reinhören will: https://www.youtube.com/watch?v=3FBDCmibOM4 . Hat mit unserem Schulenglisch nicht mehr besonders viel zu tun *lach*

Habt ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße,
Krümel

6 Antworten auf „Schottland 2019, Teil 1: Kleine Einführung und die ersten beiden Tage“

  1. Liebe Krümel, war das schön! Vom Sofa aus eben mal kurz nach Schottland „mit“reisen (danke!). Wir waren die letzten Jahre auch immer mal wieder „drüben“ auf kurzen Tripps. Irland hatte es uns angetan dann ging es weiter mit Edinburgh. Oh, ihr wart in Loch Lomond, wie schön! Freu mich auf die Fortsetzung! Alles Liebe und ein schönes restliches Wochenende, Bianca

  2. Bleib mir weg mit dem Akzent, da versteht man ja so gut wie gar nichts.
    Wir haben einen schottischen Arbeitskollegen aus der Gegend und den kann man nur so schwer verstehen, wenn er Dialekt spricht, da staunen wir jedes Mal wieder.
    Leider war ich noch nicht in Glasgow, daher kann ich zu der Stadt nichts sagen. Aber schön, dass Ihr noch ein paar schöne Ecken gefunden habt.
    Lieben Gruß
    Nicole

  3. Das nenne ich mal eine gründliche Vorplanung! Hätte von mir sein können;-)
    Du wirst es nicht glauben, ich war nur ein einziges Mal auf der Insel und das war 1988. 10 Tage Schottland und ein bisschen England im Dauerregen mit dem miesesten Essen, das ich je im Urlaub hatte. Wieder auf dem Festland, haben wir den ersten französischen Supermarkt geentert, um Wurst und Käse zu kaufen. Die haben wir während der Weiterfahrt ins Elsass dann gierig im Auto verschlungen, hihi.
    Du scheinst bessere Quellen für das dortige Essen zu haben.
    Mit den City Chambers haben die sich ja richtig ins Zeug gelegt, eine Pracht!. Echt ein straffes Programm, was ihr das so täglich abreißt. Nun hast Du am Ende gar nicht verraten, was der Schatz im Keller der Kirche ist oder habe ich das überlesen?
    Liebe Grüße
    Karen

  4. Liebes Krümel,

    ohhh ich habe hier auch Deinen Bericht gerne gelesen. Wunderbare Foto hat Du mitgebracht. Die Kirche sieht sehr imposant aus und nun würde ich natürlich auch gerne wissen welcher Schatz da nun im Keller verborgen ist. Ich freu mich auf mehr!

    Liebe Grüße
    Kerstin und Helga

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