Den Keller leer machen oder: aus Eins mach Zwei

Ja – ich weiß: die Kürbiszeit ist eigentlich vorbei. Aber meine Pflänzchen waren letztes Jahr sehr fleißig und haben mir eine ordentliche Ernte beschert. Und die gilt es nun nach und nach aufzuessen.

Bisher lagerten noch zwei 4-Kilo-Kürbisse der Sorte „Crown Prince“ im Keller. Da wir ja nur zu zweit sind, muss immer gut überlegt sein wann wieviel Kürbis verarbeitet wird.

Crown prince hat eine blau-graue Schale und ist eher flach. Die Pflanze ist sehr wüchsig und extrem ertragreich. Hätte ich nicht ausgedünnt, hätte ich sicherlich 8-9 Kürbisse an einer Mutterpflanze gehabt. Das Fruchtfleisch vom Crown Prince ist gelb-orange, fest und zerfällt beim Kochen nicht sofort. Der Geschmack ähnelt dem Hokkaido, ist aber etwas süßer. Die Schale ist leider nicht essbar.

Wie gesagt: jeder geerntete Kürbis hatte an die 4 Kilo. Das isst man nicht eben so auf einmal. Also habe ich uns eine halbe Woche Kürbis verordnet. Los ging es Sonntag mit einem leckeren, orientalisch angehauchten Ofenkürbis-Salat.

Dazu den Kürbis geteilt, ausgekratzt, in Spalten geschnitten und mit dem Sparschäler geschält. Dann auf ein Backblech verteilt und mit Öl, etwas Honig und der Gewürzmischung Harissa gewürzt. Ab in den vorgeheizten Ofen. Zwischenzeitlich Ackersalat geputzt und gewaschen und Pinienkerne geröstet. Nach 30 Minuten Ziegenfrischkäse auf dem Kürbis verteilt und aus Olivenöl, Honig und (ganz wichtig, sonst verbindet es sich nicht) Zitronensaft ein Dressing zusammen gerührt. Die Kürbisspalten zum Ackersalat, das Dressing darüber, mit Pinienkernen und Granatapfelkernen bestreut und mit frischen Baguette genossen – hmmm! Sehr lecker. Das würzige Harissa, der milde Ziegenfrischkäse, der nussig-milde Kürbis und der süße Granatapfel – hat alles wunderbar zusammen gepasst. Soulfood und Augenschmaus gleichzeitig.

Und weil ich ja noch einen dreiviertel Kürbis übrig hatte, habe ich gleich für die nächsten beiden Tage vorgekocht. Und zwar eine Curry-Kürbissuppe mit Einlage.

Dazu den restlichen Kürbis auch geschält und in Würfel geschnitten. Ein Zwiebel klein gemacht und in einem hohen Topf in etwas Olivenöl angeschwitzt. Den Kürbis dazu, mit Weißwein ablöschen und mit Gemüsebrühe auffüllen. Weich kochen lassen. Durchpürieren und einen Becher Sahne unterrühren. Mit Ingwer, Salz, Pfeffer, Paprika und einem guten Curry abwürzen (darf ruhig etwas scharf sein.) Zum Schluss eine Zucchini über die feine Gemüsereibe in die Suppe reiben. Fertig.

Mit wenig Aufwand zwei leckere Gerichte. Vielleicht hat ja jemand Lust sie nach zu kochen. Ich freue mich über Feedback.

Liebe Grüße und habt noch eine schöne Woche,
Krümel

11 Antworten auf „Den Keller leer machen oder: aus Eins mach Zwei“

  1. Liebe Krümel, das kommt mir sehr bekannt vor. Bei uns lagern auch noch zwei große Kürbisse vom letzten Jahr. Wir sind zwar zu dritt, kommen mit dem Essen aber auch nicht hinterher. Der Ofenkürbis sieht total lecker aus.

    LG Kathrin

  2. Hallo Krümel,
    bei großen Erntevorräten ist stets Fantasie gefragt 😉
    Ich finde, das hast Du wunderbar gelöst. Ich oute mich als nicht so gerne Kürbisesser, Deine Currykürbissuppe hätte ich aber gerne gegessen und den Rest bestimmt probiert. Um vielleicht hinterher mein Urteil zu revidieren, das ich keinen Kürbis mag…
    Liebe Grüße
    Karen

  3. Hört sich beides lecker an liebe Krümel,
    und vorkochen finde ich immer praktisch.
    Lass Dir die restlichen Kürbisse auch noch schmecken.
    Und schau mal im Internet nach Taschenbaumler, Du wirst jede Menge Ergebnisse bekommen.
    Der Namen ist nicht auf meinem Mist gewachen… 😉
    Dir einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

  4. Liebe Krümel,
    ich hab kürzlich auch meinen letzten Kürbis verbraucht und den Rest als Suppe eingefroren. Dein Rezept klingt super! Mich fängt man sehr schnell mit orientalischen Gewürzen und Granatäpfel. Das Rezept ist schon abgespeichert.
    Danke und eine schöne Zeit
    Elisabeth

  5. Ich habe bisher Kürbis immer zu Suppe verarbeitet. Aber ich sollte unbedingt auch einmal Salat oder Ähnliches ausprobieren! Rein optisch sieht Dein Salat schon mal gigantisch aus!
    Viele Grüße von
    Margit

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