Es wird gegartelt

Also, berühmt ist der Februar bisher nicht bei uns. Brühwarm und sehr nass. Außerdem wurde er von ein paar komischen Weibern heimgesucht: erst ‚Petra‘, dann ‚Sabine‘. Glücklicherweise hat unsere Wetterschneise (der Neckar direkt vor der Tür) das Schlimmste abgehalten und uns glimpflich davonkommen lassen. Wir hatten allerdings auch ALLES weggeräumt was nicht niet- und nagelfest war…

Mitte Februar zeigte sich das Wochenendwetter dann Arbeitnehmerfreundlich und beschenkt uns mit viel Sonne und viel warm. Und auch wenn das definitiv kein Februarwetter war: es war GROSSARTIG! Natürlich haben der Monschder und ich gleich alles andere stehen und liegen lassen und sind raus ins … Grüne? Äh, Braune? So Schmutz-grün-braun. Naja. Raus halt. Ihr wisst schon.

Die blühen immer noch / schon wieder?

Allerdings – wie es halt so ist – konnte ich nicht gleich in den Beeten durchstarten wie eigentlich (von mir) geplant. Stattdessen haben wir erstmal drei Schubkarren voll altem Grünschnitt gehäckselt. Als der Auffangbehälter das erste Mal voll war und vom Monschder entleert werden sollte, fiel dessen Blick auf die beiden (rammelvollen) Komposte. Mit einem kurzen „Das machen wir nachher auch noch ‚kurz‘“ war der zweite Programmpunkt des Tages beschlossen.

Also Häckselgut auf die Seite geschichtet. Dann mit der nun leeren Schubkarre, Spaten, Schippe und Sieb Stellung bezogen und den ersten Kompost leer geräumt. Die Komposterde ist nicht besonders hochwertig. Wir haben in den offenen Komposten fast ausschließlich Grünschnitt aus den Beeten, Rasenschnitt, Abfälle aus den Hochbeeten und (z.B. vom Aushub des Brunnens) Grassoden. Es handelt sich also viel eher um bessere Gartenerde denn um Kompost.

Das bereits gut verrottete Material haben wir ausgesiebt und an der Seite gelagert. Grobes Material ging wieder in den Kompost. Dann haben wir den zweiten ausgeräumt. Gute Erde kam mit auf den Haufen, grobes Material wurde in den ersten umgeschichtet. Und so haben wir nun links einen Ruhekompost und rechts einen Frischekompost.

Häh? Ruhekompost? Frischekompost? Was ist das denn?

Naja – Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Sprich – Mirkoorganismus, Regenwurm und Co. brauchen schon ein bisschen Zeit „zom schaffa“. Und damit sie sich auch wirklich um das alte Zeug und nicht nur um den frischen Stoff kümmern, bleibt der Ruhekompost dieses Jahr unberührt. Das ganze ausgesiebte, grobe Material darf ein Jahr ungestört vor sich hingammeln (in etwa so wie ich an einem Regensonntag auf dem Sofa). So ist sichergestellt, dass wir im nächsten Frühjahr wieder 1A-Kompost für die Beete haben. Alles was dieses Jahr neu dazu kommt, kommt rechts auf den Frischekompost, der dann im nächsten Jahr um diese Zeit umgeschichtet und zum Ruhekompost wird. So haben wir jedes Jahr einen guten Kubikmeter Kompost und viel Geld gespart (1. Weil wir keinen Kompost kaufen müssen und 2. Weil wir uns definitiv das Geld für das Fitnessstudio sparen… uff.)

So, Samstag also keine Beetarbeit. Dann halt Sonntag. Da haben wir dann wie angekündigt die Rose ‚Comte de Chambord‘, den Bronze-Bartfaden ‚Joke‘ und die Hosta ‚Bressingham Blue‘ aus- und neu eingegraben. Den Rasen von Unmengen an Rosenblättern (alles Sabine-Opfer) freigerecht (schreibt man das so?), den Rasen gewalzt, erstes Grün bestaunt, Katzenkack entfernt und eine Meeeenge Unkraut gejätet (warum wächst Unkraut SO VIEL schneller als der Rest?). Alles in allem (trotz Katzenkack) ein herrlicher Sonn(en)tag.

Nicht nur der Monschder und ich haben das T-Shirt-Wetter in vollen Zügen genossen. Nein, auch ‚d’r Bub‘ (dt. der Junge – Kosenamen für unseren Fellträger) hat sich grunzend und wuffend im Gras gewälzt, genießerisch die Nase tief im Rasen vergraben und auf seinem Lieblingsflecken selig geschlummert.

Wie lief Euer Februar bisher? Seid ihr soweit ohne größere Schäden davon gekommen?

Liebe Grüße,
Krümel

5 Antworten auf „Es wird gegartelt“

  1. Liebe Krümel,
    wirklich viel habe ich noch nicht im Garten gemacht – Helleborusblätter ab- und ein paar Stauden wie z. B. die Fetthenne und kleinere Gräser heruntergeschnitten. Die hohen Gräser sind immer an Rosenmontag dran, sofern das Wetter mitspielt. Ein paar Zwiebelblüher in Töpfen werd ich die nächsten Tage mal erden. Ach ja, das zusammengewehte Laub ist zwischendurch immer in die Biotonne gewandert.
    Lieben Gruß, Marita

  2. Hier keine Schäden liebe Krümel,
    Sabine war uns gnädig.
    Im Garten war ich bisher nicht, werde ich wohl auch erst im März rein kommen.
    Bei dem schönen Wetter war ich nämlich im Urlaub, grins.
    Und noch schnell zu Deiner Frage mit den Blütenzauberkarten…
    Du kannst natürlich direkt loslegen, ich lose nichts aus, das macht jeder ganz alleine, wem er was schickt.
    Dir nun einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

  3. Den Kompost habe ich letzten Samstag in Angriff genommen, als es so unglaublich warm und sonnig war. Wenn alles so schnell austreibt, muss man sich mit dem Kompostverteilen ja auch beeilen, sonst passt es nirgendwo mehr hin.
    VG
    Elke

  4. Hi Krümel,
    bei uns ist auch alles glimpflich abgelaufen. Gartenarbeit wäre toll. Aber hier ist es entweder stürmisch oder es regnet ohne Ende. Den Kompost muss ich mir auch noch vorknöpfen. Ich brauche den jetzt so dringend für die Beete. Und Platz für den Schnitt ist auch nötig. Langsam wird es eng – im Komposter und zeitlich.
    Viele Grüße
    Claudia

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