Der kleine Frühling für zwischendurch

Regen-und-Sturm wechselt sich hier regelmäßig ab mit Sturm-und-Regen. Das letzte Sturmtief hat unsere Balkonmöbel ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. Langsam hab ich die Nase echt voll!Trotzdem sind die Wochenenden wettertechnisch nicht so schlimm wie befürchtet und wir konnten zwischendurch für ein paar Stunden in den Garten.

Zuerst haben wir (zum ersten Mal) unsere Eibenhecke geschnitten. Seit November 2017 durfte die mehr oder weniger ungestört wachsen. Ein paar kleinere Korrekturen hatten wir immer mal vorgenommen, aber so ein richtiger Heckenschnitt – das war Premiere für uns. 20 Laufmeter in Höhe und Breite in Form schnibbeln. Ging aber erstaunlich fix. Einen wichtigen Tipp hatte ich schon vor Jahren von Anja (Gartenbuddelei) aufgeschnappt: Tücher auslegen für das Schnittgut. Und der Tipp war Gold wert! Zwei alte, fleckige Leinentücher unter die Hecke gelegt und hinterher einfach die Seiten zusammengeklappt und das ganze Schnittgut auf einmal weggebracht. Das Aufräumen war so ganz flott erledigt.

Dann ging der Monschder der ersten Rose an den Kragen während ich mich dem Unkraut im L-Beet gewidmet habe. Unmengen von Cardamine hirsuta (Behaartes Schaumkraut), etwas Löwenzahn, einiges an Senecio vulgaris (Gewöhnliches Kreuzkraut) und ein paar Sonchus oleraceus (Gemüse-Gänsedistel) habe ich entfernt. Die Vogelmiere hat es zum Glück noch nicht in dieses Beet geschafft. Die treibt ihr Unwesen aktuell „nur“ im Rosenbeet. (Ist ja auch nur mein flächenmäßig größtes… grmpf). Einen großen Unkrautsack voll habe ich im Biomüll entsorgt. Und wenn ihr glaubt damit sei das Beet „sauber“ so kann ich nur müde lachen. Pfffft…haha….äh –NEIN! Trotzdem war es ein Erfolg, denn endlich sieht man meine Krokusse und meine vier Hellis. Die Hyazinthen stehen in den Startlöchern und auch die Tulpen fangen langsam an.

(Anmerkung: Was mich ein wenig wundert: meine Traubenhyazinthen… Das ganze letzte Jahr über nicht eingezogen. Blattgrün geschoben ohne Ende, sich vermehrt wie wild, aber blühen will bisher keine Einzige. Mal gucken ob da noch was passiert.)

Nachdem ich dann irgendwann mit dem Kopf aus dem Beet aufgetaucht war direkt schmerzhaft aufgestöhnt: der Monschder hat es mit dem Rosenschnitt EIN WENIG gut gemeint. Von meiner über drei Meter hohen ‚Camelot‘ ist quasi nichts mehr übrig… Das wird wohl dieses Jahr nix mit Blüte… Aber da sie nächste Woche sowieso ein Rankgerüst übergestülpt bekommen soll, war der radikale Schnitt vielleicht nicht sooo schlecht – sonst würden wir sie sicher nicht in das Gestell bekommen! (Was ist eigentlich die Steigerung von ‚radikal‘?)

Die Woche soll wieder nüscht werden. Ich weiß, die Natur braucht den Regen. Aber wenn das hier so weiter geht wachsen mir noch Schwimmhäute zwischen den Fingern…

Habt noch eine tolle Woche und genießt jeden Sonnenstrahl den ihr kriegen könnt.

Liebe Grüße,
Krümel

6 Antworten auf „Der kleine Frühling für zwischendurch“

  1. Liebe Krümel,
    mit den Perlhyazinthen ging es mir ähnlich im Beet und so habe ich viele aus dem Garten verbannt. Zur Not hole ich mir ein Sträußchen an Blüten auf dem Markt. Die Rosen sind hier auch ab, das übernimmt auch der Hausherr und darf das gerne tun. 😉
    Ich wünsche dir einen schönen Tag – hier ist es nach morgendlichem Regen jetzt recht freundlich.
    Lieben Gruß, Marita

  2. Hi Krümel,
    von Sonne war bei uns in den letzten Tagen wenig zu sehen – Regen gab es um so mehr. So haben wir heute, bei Nieselregen, unser Hochbeet neu befüllt. Eine recht matschigen Angelegenheit.
    Die Rosen sind hier auch geschnitten, allerdings mache ich das selbst.
    Jeder hat so seine Aufgaben.
    Weiterhin frohes Werkeln im Garten
    Wiebke

  3. Ich habe heute genossen liebe Krümel,
    wir hatten einen wunderbar sonnigen Tag und jetzt regnet es ein wenig. So kann es jeden Tag sein.
    Die Zeit habe ich direkt für den ersten Topf mit Frühlingsblumen genutzt. Hauseingang ist jetzt bereit für FRÜHLING…
    Und bei Deinen Muscari, warte einfach ab. Bei mir sind sie auch das ganze Jahr grün und fangen jetzt vorsichtig an zu blühen.
    Dir einen kuscheligen Abend,
    lieben Gruß
    Nicole
    Die natürlich schon dreimal im Choco Museum in HH war, grins.
    Liegt recht nahe am Hotel und ich glaube, in HH gibt es kaum noch was, was wir in den letzten 15 Jahren nicht besucht haben…

  4. Mir ging es mit den Traubenhyazinthen genauso. Nur Kraut – sonst nichts. Ich versuche, die Pflanzen zu entfernen… aber sie kommen immer wieder! Tja, mit dem kleinen Zierlauch ging es mir ebenso!
    Viele Grüße von
    Margit

  5. Liebe Krümel,
    uiiiii, das klingt nach wirklich gut Arbeit und nach wirklich viel erledigt. Diese Bösewichter, die du auf den Biomüll geworfen hast, habe ich auch …. grrrr … und Eibenschnitt, ja, der steht hier noch bevor. Das Wetter im Norden ist ja wirklich gemein. Ich habe heute den Garten gegossen. Kärnten bekommt kaum Niederschlag ab. Diese Wetterphänomene werden immer eigenartiger.
    Wünsche dir eine feine Gartenzeit und pass auf dich auf
    Elisabeth

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