Alles nicht so einfach

So Momentan. Im Allgemeinen und im Besonderen.
Da ist auf der einen Seite der große Widersacher. Ein Schreckgespenst mit Namen Corona. Eine latente Gefahr die hinter jedem Räuspern, jeder ungesunden Gesichtsfarbe zu lauern scheint. Und als ob diese reale Gefahr nicht schon schlimm genug sei, gibt es auf der anderen Seite die Paniker. Diejenigen, die sich unsolidarisch zeigen und in ekelhafter ICH-ICH-ICH-Manier Lebensmittel und Hygieneartikel horten und in blankem Egoismus der Gesellschaft den imaginären Stinkefinger zeigen.

Wiederlich! Tut mir leid, da hört meine gute Erziehung echt auf. (Wobei es noch ganz andere Worte als nur ‚Wiederlich‘ gibt, mit denen ich solche Menschen gerne bedenke….) Und wenn ich dann noch höre dass es tatsächlich Menschen (??) gibt, die in Krankenhäusern und Arztpraxen Desinfektionsmittel klauen … Da hört es einfach auf. Was DENKEN sich diese Aasgeier? Ich bin bestimmt kein gewaltätiger Mensch, aber denen würde ich gerne eine klatschen! Und NEIN! Dafür kann ich nicht im geringsten und ÜBERHAUPT kein Verständnis aufbringen! Das ist einfach Asozial!

Cut!
Luft holen.
Beruhigen.

Der Monschder und ich sind nun die zweite Woche in Quarantäne, da wir im engen Familienkreis tatsächlich einen nachgewiesenen Corona-Fall haben. Unschöne Situation, aber das Leben geht weiter. Versprochen. Auch OHNE zwanzig Kilo Mehl, Literweise Sterilium und mehreren 100 Klopapierrollen im Haus …
Zum Glück gibt‘s ja den Garten. Denn: auch in Quarantäne darf man raus auf Balkon, Terrasse oder Garten. Solange gewährleistet ist, dass man genügend Abstand zu anderen hat. Aber wie die Überschrift schon sagt: alles nicht so einfach. Denn die letzte Woche war ja sowas von A*** kalt! Brrr… Der Sonnenschein der durch‘s Fenster fiel verprach zwar ein herrliches Outdoor-Vergnügen, aber sobald die Balkontür auf war – nein danke!

Ab und zu bin ich doch mal rausgewitscht um ein paar nette Bilder zu machen, aber zu mehr war ich bei den Temperaturen echt nicht zu bewegen. Erst der vergangene Samstag brachte zu herrlichem Sonnenschein auch noch akzeptable Temperaturen und so konnten wir tatsächlich mal wieder einen wunderbaren Gartentag verbringen.

Gearbeitet habe indes eher ich. Der Monschder war noch nicht wieder so richtig fit (er war die Woche auch krank) und war daher eher mein HiWi als selbst ein Schaffer. Aber zumindest hat auch er ein wenig Sonne abgekriegt. Ich habe dafür bei allen Beeten die Rasenkanten nachgeschnitten und freigehakt, das Rondell vor dem Hügelbeet gekärchert, Unmengen an Unkraut gezupft, noch mehr Unkraut gezupft, zwischendurch mal versucht die Quecke in ihre Schranken zu verweisen und weiter Unkraut gezupft… Dass es am Sonntag geregnet hat und ich nicht in den Garten konnte fanden sowohl der Gartenboden als auch meine Rückenmuskulatur prima: beide waren knochenhart und konnten die Regenpause gut gebrauchen.

Wie es jetzt weiter geht? Tja. Ruhig. Mir selbst machen die Ausgangsbeschränkungen nichts. Ich bin von je her eher der häusliche Typ. Es gibt Telefon, WhatsApp und Skype für die Kontakte nach draußen. Über die Straße oder von Balkon zu Balkon mit den Nachbarn kommunizieren geht nach wie vor. Außerdem wird mein muss-ich-noch-lesen-Stapel bei den Büchern deutlich kleiner. Nicht der schlechteste Nebeneffekt. Aber ich weiß dass das nicht jedem sein Fall ist. Trotzdem – als selbst betroffener Haushalt: BITTE BLEIBT ZUHAUSE! Je mehr sich daran halten, desto schneller geht der Spuck vorbei. Daran glaube ich ganz fest!

In diesem Sinne: Bitte zeigt Euch solidarisch indem ihr die Ausgangsbeschränkungen einhaltet. Zeigt Euch solidarisch indem ihr nicht hamstert sondern auch anderen die Chance lasst sich zu versorgen.
Und bitte, bitte bleibt gesund!

Ich drück Euch alle!
Krümel

9 Antworten auf „Alles nicht so einfach“

  1. Ach Krümel, das tut mir leid.
    Ich hoffe, Ihr bleibt von Corona verschont und die Quarantäne ist bald zu Ende.
    Wie versorgt Ihr Euch denn? Bekommt Ihr was geliefert?
    Über das Wetter können wir uns im Moment nicht beschweren.
    Sonne jeden Tag, und so kalt ist es auch nicht, für Gartenarbeit reicht es. Aber ein wenig wärmer dürfte es trotzdem werden.
    Nun wünsche ich Dir jede Menge Geduld, viel Lesefutter und eine dicke Tafel Schokolade als Nervenfutter,
    ganz lieben Gruß
    Nicole

  2. Liebe Krümel,
    fühl du dich auch virtuell gedrückt…das ist ja echt schwer so in Quarantäne – hoffenlich dauert es nicht mehr so lange für euch.
    Genieß deinen Garten und mach es dir zuhause gemütlich.
    Lieben Gruß und halte durch, Marita

  3. Ich muss zugeben, wir haben auch einen kleinen Vorrat angelegt, das hatten wir aber schon immer, nur dass er jetzt ein wenig größer ist. Die Bundesregierung empfiehlt ja auch, einen Vorrat für zehn Tage zu haben. Mit der Krise geht ja auch jeder anders um, manche werden eben auch panisch und trauen sich nicht mehr aus dem Haus, auch junge Menschen. Ich kenne einen aus meinem Bekanntenkreis, er hat einfach Angst, und sich einen Vorrat angelegt, damit er nicht raus muss und so eine Ansteckung vermeidet. Soviel Angst habe ich nicht, aber ich kann das verstehen.
    Quarantäne hat sicher auch ihre gute Seiten, wenn sie nur nicht zu lange dauert. Trotz Garten vermisse ich schon die eine oder andere Freizeitaktivität.
    Bleibt gesund und passt auf euch auf.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  4. Liebe Krümel,

    ohje ich drücke Euch die Daumen, das Ihr alles gut übersteht und gesund bleibt, es tut mir so leid.

    Da kann man sich sehr glücklich schätzen, wenn man in dieser Zeit einen Garten hat, es blüht schon so herrlich bei Euch.

    Zum Wochenende soll es ja auch schon wieder wärmer werden, dann könnt Ihr Euren Garten auch wieder richtig genießen. Ich denke an Euch, haltet durch !

    Alles erdenklich Liebe und Gute
    wünscht Euch
    Anke

  5. Liebes,
    den ersten Teil deines Posts kann ich nur teilen, es gibt auch bei mir Punkte, da endet meine gute Erziehung. Uii, echte Quarantäne ist dann auch noch etwas schärfer, als die Ausgangsbeschränkung, obwohl ich auch nur einmal die Woche einkaufen gehe und alles in einer Tasche nach Hause tragen kann. Wozu die Menschen all das benötigen, weiß ich wirklich nicht. Hoffe, auch du hast jetzt wieder besseres Wetter und du kannst deinen Garten bearbeiten wie genießen. Alles alles Gute und bleib gesund
    Elisabeth

  6. Ja, es ist wirklich nicht einfach. Weder das Einkaufen dank der Ego-Chaoten, noch das Zuhausesitzen, wenns auch noch kalt ist draußen. Wenigstens das Wetter hat aber jetzt Erbarmen. Es wird endlich frühlingswarm. Ich drücke euch ganz feste die Daumen, dass ihr euch nicht angesteckt habt.
    Viele Grüße
    Claudia

  7. Hallo liebe Krümel, ich lasse dir einen ganz dicken Drücker da, und ich nicke gedanklich feste zu allem, was du geschrieben hast! Es lebt sich gut weiter auch ohne vorher alles leer zu Hamstern, wir haben die Technik bzw. soziale Medien, eine gewisse Absehbarkeit ist vorhanden. Fleißig warst du, die Bilder tun so gut! Heute war ich auch Unkraut zupfen, gibt so viel zu machen jetzt. Von Herzen gute Besserung an die Kranken und alles alles Liebe!! Bianca

  8. Wir haben keine richtige Ausgangssperre, nur ein Kontaktverbot. Leider habe ich so viele Arzttermine im Moment und Physiotherapie, dass ich doch immer raus muss und eben Leute nah an mich ran lassen, aber mit Mundschutz, es soll sich keiner bei mir anstecken, falls ich es habe, und ich selbst schütze mich auch.
    Dass man Desinfektionsmittel aus dem Krankenhaus klaut, ist wirklich ein Unding. Was denken sich solche Leute?
    Halte durch in der Quarantäne!
    VG
    Elke

  9. Hallo Krümel,
    alles wohlauf bei Euch? Die Quarantäne ist ja längst vorbei, hoffe ich. Mir gibt der Garten den benötigten Rückhalt, alles Andere überfordert mich momentan manchmal. Alles Gute für Euch!
    Liebe Grüße
    Karen

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