Schreiten und (Arbeits)Schritte

Oh Ihr Lieben! Vielen Dank dass Ihr Euch auf mein Lebenszeichen gleich wieder so zahlreich gemeldet habt! Ein tolles Gefühl zu wissen dass man nicht vergessen wurde!

Dann will ich mal anfangen und Euch auf den neuesten Stand im Krümelgarten bringen.

Erinnert Ihr Euch noch an diesen Post? Da hab ich versucht meine Wünsche für den letzten unangetasteten Gartenbereich auf Papier zu bringen. Und obwohl der Herr des Hauses sich ganz lang mit Händen und Füßen gegen das neue Projekt gewehrt hat (und ich kann es im Nachhinein teilweise sogar verstehen), haben wir den Bereich im Mai dann tatsächlich doch in Angriff genommen.

Begonnen haben wir mit der Plattform vor der Balkontreppe. Die Breite wurde uns durch das Fundament vorgegeben, es galt nur, eine optisch gefällige Länge zu finden. Also mehrfach die Treppe so natürlich wie möglich nach unten gelaufen und geschaut, wo der letzte Schritt endet. Ein bisschen was dazu gegeben und einen schönen Bogen ausgemittelt.

Das war der einfache Teil.

Weiter ging es mit dem Abstechen der Grasnarbe. Dann (möglichst fein säuberlich an den Markierungen entlang) der Boden 40cm ausgehoben. 40 Zentimeter klingt nicht viel. Sieht nicht nach viel aus. Bei unserem Boden (Knollenmergel = Sandsteine und Kalkknollen eingebettet in Lehm und rotem Ton) ist jeder Zentimeter Schwerstarbeit. Der Mai war schön, es war heiß, der Schweiß floss in Strömen (genauso wie die Schimpfwörter…). Doch schlussendlich gingen wir als Sieger aus diesem Kampf hervor. Hahaaaa! Boden – wir: null zu eins!

Der Aufbau ging wieder etwas flotter. Zuerst 20 cm KFT eingefüllt und mit dem Betonstampfer stark verdichtet. KFT ist eine grobe Schotterschicht die im Winter den Wasserabfluss garantieren soll damit verhindert wird, das betonierte Flächen reißen.

Auf den KFT wurden die Randsteine (Granitpflaster 10×10) in Beton gesetzt. Die entstandene Fläche wurde erst geschottert, dann mit Sand aufgeschüttet und dann ging das gepuzzel (Granitpflaster so ca. 5×5) los. Wo passt wie welches Steinchen? Der Größere hier oder lieber dort? Ach nein, Kreuzfuge, geht nicht. Oh, hier ist die Oberfläche zu schräg, da läuft es sich nicht gut… und-so-weiter-und-so-fort.

Zum Schluss haben wir noch eine 1:2 Mischung Trasszement/Sand eingefegt um das Pflasterbett abzudichten und zu verfestigen. Dann noch Erde angefüllt und fertig.

Und so schaut es jetzt aus. Und der Monschder gibt zu, dass es wunderbar passt (es aber trotzdem eine Heidenarbeit war. Dachte er in dem Moment noch. Da hatten wir mit Teilprojekt zwei noch nicht begonnen. Hach, was waren wir herrlich ahnungslos…)

Und? Was sagt Ihr? Gut geworden oder? Und gar nicht mal so weit entfernt von meiner Zeichnung…

Ach, und so nebenbei, weil wir mit unserem Muskelkater ja nicht ausgelastet waren, hab ich noch sechs Kilo Kirschen geerntet und die Hälfte davon zu Marmelade eingekocht. (Blaubeer-Kirsch, die Lieblingsmarmelade meiner Nichte, die sie mit dem Löffel direkt aus dem Glas isst *lach*)

Habt eine schöne Woche und lasst es Euch gut gehen!

Liebe Grüße,
Krümel

6 Antworten auf „Schreiten und (Arbeits)Schritte“

  1. Das sieht gut aus liebe Krümel,
    da bin ich gespannt, wie es weitergeht in Eurem Garten.
    Und Blaubeeren Kirsch habe ich noch nicht gehört, aber es scheint ja zu schmecken.
    Apropos schmecken… meine Kürbis Deko besteht komplett aus Bio Kürbissen, die man auch alle essen kann! Carin achtet sehr darauf, dass sie nur essbare Kürbisse auf ihrem Hof verkauft. Und wenn ich sie nicht mehr als Deko benutze, werden sie tatsächlich bei uns gegessen. Oder eingefroren. Du ahnst ja nicht, wie viel Suppe und überbackenen Kürbis es bei uns im Winter gibt, grins.
    Also nichts mit Wegwerfen…
    Dir nun einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

  2. Huhu Krümel,
    ich tue es Dir gerade nach und mache mich rar 😉
    Deine Zeichnung erinnert mich von den Formen her an unseren Buchsgarten, auch alles selbst ausgehoben, aber bei unserem Sandboden ein Leichtes. Aber ihr habt es geschafft, tschakka!
    Liebe Grüße
    Karen

  3. Ich fühle mit Dir! Grasnarbe abstechen kann wirklich in Schwerstarbeit ausarten. Ich wollte nur mal ein kleines Stück direkt an der Terrasse abstechen. Unglaublich… ich kam nur zentimeterweise voran. Dort ist der Boden wohl vom Hausbau ziemlich verdichtet. Mich wundert es, dass dort überhaupt Gras wächst.
    Schön, ist das Pflaster geworden! Kirschmarmelade liebe ich auch sehr. Habe dieses Jahr gar keine gemacht. Selber habe ich keine und auch sonst hat mir niemand welche aufgedrängt! Haha…
    Viele Grüße von
    Margit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen. Im Rahmen der Kommentarfunktion erheben wir personenbezogene Daten (z.B. Name, E-Mail) weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzangaben.